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Video Glossar (Fachbegriffe) Drucken

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Abblende:
Langsames Schließen der Blende, wodurch das Bild langsam bis zum Schwarz abdunkelt. Geeignet für Szenen- und Film- ende. Gegenstück ist die Aufblende.
Optische Auf- bzw. Abblende wird mit Hilfe der Objektivblende erzielt, elektronische Auf- oder Abblende erfolgt durch Steuern des Bildsignales gegen Null (Abblende) bzw. bis zum Sollwert (Aufblende).

Abspann:
Auch Nachspann, ist eine Folge von Schrifttiteln, evtl. kombiniert bzw. unterlegt mit Bildern, die am Ende eines Films gezeigt wird und in der die Mitwirkenden der Produktion aufgeführt sind, wenn dies nicht schon im Vorspann geschehen ist.

Achssprung:
Aufnahmefehler, bei dem die Kamera über die optische Achse bewegt wird. Dadurch scheinen bewegte Motive dann plötzlich in die andere Richtung zu fahren, Menschen auf der anderen Seite zu sitzen usw.

Akku:
Kurzform für Akkumulator. Bis zu 1000mal wiederaufladbare Energiezelle zur Stromversorgung des Camkorders. Tiefentladung vermindert die Lebensdauer, deshalb regelmäßig laden.

Assemble-Schnitt:
Aufeinanderfolgende Anreihung einzelner Einstellungen (assemble = zusammensetzen). Mit einem AssembleSchnitt wird eine Einstellung an bereits vorhandene angehängt, ein vorauslaufender Löschkopf löscht dabei zunächst die alten Informationen. Deshalb kommt es zu Störstreifen, wenn ein Assemble mitten im Film angewandt wird. Für zwischenschnitte ist der lnsertschnitt besser geeignet.

Atmosphäre:
Ist das permanente Eigengeräusch des Drehortes (Verkehrslärm in der Stadt, Vogelgezwitscher auf einer Wiese usw.).

Atmosphärensprung:
Ist ein Fehler und tritt auf, wenn der Szeneninhalt der gleiche bleibt, aber der Ton wechselt.

Audio-Dubbing:
Nachvertonungsmöglichkeit am Rekorder. Der Ton kann neu aufgespielt werden, die Bildinformation wird dabei nicht gelöscht.

Aufblende:
Gegenstück zur Abblende, wobei sich hier die Blende langsam öffnet, das Bild erscheint aus dem Schwarz. Geeignet für Szenen- oder Filmanfang.

Auflösung:
Wird in MHz und Pixel angegeben. Je höher die Auflösung ist, desto schärfer werden feine Strukturen wiedergegeben.

Ausgefressen:
Bilder, die in den hellen Teilen jegliche Zeichnung verloren haben.

Autofokus:
Automatische Scharfeinstellung.

Betacam:
Professionelles Videosystem u.a. für Außenreportagen, verwendet 1/2-Zoll-Format.

Betamax:
Veraltetes Video-Heimsystem mit Kassettenformat 1/2 Zoll.

Bewegungsraum:
Läßt der Kameramann vor einem bewegten Motiv, damit das Motiv nicht jeden Augenblick gegen den Bildrand zu stoßen scheint.

Bildschirmaufnahmen:
Werden Aufnahmen von Computerbildschirmen gemacht, dann sind bei der Wiedergabe streifenförmige Störungen zu erkennen, die aus den Unterschieden zwischen Aufzeichnungsgeschwindigkeit der Kamera (50 Halbbilder pro Sekunde) und der Bildwiederholfrequenz (60 70 Hz) herrühren. Hat die Kamera keine Angleichsmöglichkeit, so findet sich eventuell mit etwas Glück eine Einstellung des hochgeschwindigkeitsverschlusses, bei der diese Streifen nicht auftreten oder zumindest gemildert sind.

Bildsprung:
Entsteht, wenn dasselbe Motiv unmittelbar nacheinander aus verschiedenen Kamerapositionen aufgenommen wird, denn das Motiv scheint dabei von einem Bildort zu einem anderen zu hüpfen. Abhilfe bringt ein Zwischenschnitt.

Bildsuchlauf:
Schneller Vor- und Rücklauf des Rekorders mit sichtbarem Bild.

Bildverbesserer:
Siehe Enhancer

Bildwinkel:
Kann beim Zoomobjektiv kontinuierlich verstellt werden. In Weitwinkelstellung werden meist nur zwischen 40° und 50° Bildwinkel erreicht. Damit haben diese Camkorder keine echte Weitwinkeleinstellung. In Telestellung verringert sich der Bildwinkel auf 10° und weniger.

Blende:
Lamellenkonstruktion, mit der sich die Objektivöffnung automatisch oder manuell vergrößern bzw. verkleinern läßt, um den Lichteinfall und damit die Belichtung zu regeln. Die Schärfentiefe ist umso größer, je kleiner diese Öffnung ist.

Blende, manuelle:
Einige Camkorder erlauben es, die Blendenautomatik abzuschalten und die Blende manuell einzustellen. Einfachere Ausführungen ermöglichen ein mehr oder weniger kontrolliertes Regeln der Bildhelligkeit mit einer Taste, die “Iris” oder ähnlich benannt ist. Bei komfortablen Geräten kann der Blendenwert (1,4 2,0 2,8 usw.) genau angewählt werden. Feinsteuerungen der Bildhelligkeit und der Schärfentiefe werden so möglich.

Blendenautomatik:
Alle Camkorder besitzen eine Blendenautomatik. Die Blende wird selbsttätig eingestellt, um die richtige Belichtung zu gewährleisten.

Blue Box:
(Blaue Schachtel) ist ein elektronischer Trick. Mit einem speziellen Trickgerät kann eine einfarbige (meist blaue) Fläche gegen ein anderes, beliebiges Motiv ersetzt werden. So ist es beispielsweise möglich, hinter dem Nachrichtensprecher im Fernsehen auf einer blauen Tafel die aktuellen Fotos und Nachrichten einzublenden oder eine Person im Studio in eine Südseelandschaft zu versetzen. Die Blue-Box-Technik ist mittlerweile auch in hochwertigen Videomischpulten für Amateure zugänglich.

BNC:
Steckverbinder mit Bajonett für FBAS-Videosignale.

Brennweite:
Bezeichnet den Abstand des optischen Objektivmittelpunkts zum Brennpunkt, in dem sich der Bildwandler findet. Mit der Brennweite ändert sich auch der Bildwinkel - kurze Brennweiten ergeben große Bildwinkel (Weitwinkel), lange Brennweiten kleine Bildwinkel (Tele).

Camkorder:
Aufnahmeeinheit aus Kamera und Rekorder, integriert in einem Gehäuse. Kamkorder zeichnen sich durch Handlichkeit und geringes Gewicht aus.

CCD-Bildwandler:
Charged Coupled Device. Spezieller Halbleiter in der Kamera, der optische Signale (Licht) in elektronische Signale wandelt.

Chroma (C):
Farbsignal, das bei S-VHS und Hi8 getrennt übertragen wird.

Cinch:
Steckverbinder für Audio- oder Videosignale.

Close Up:
(= englisch “Nah dran”). Ausdruck für Nahaufnahmen.

Composite-Signal:
FBAS-Signal.

CTL-Impuls:
Steuersignal zur korrekten Abtastung der Bildspuren bei der Wiedergabe. Schnittsteuerungen benutzen es zum Auffinden bestimmter Bandstellen.

D2-MAC 625:
Siehe Fernsehnormen.

Dezibel (dB):
Logarithmisches Maß für die Verstärkung bzw. Absenkung von Video- und Audiosignalen. Ein Abfall 6 dB entspricht einer Halbierung der ursprünglichen Signalstärke.

Dolly:
Rollwagen, auf dem das Kamerastativ befestigt wird. Ermöglicht ruckfreie, weiche Kamerafahrten allerdings nur auf ebenem Grund. Im professionellen Bereich bietet das Dolly auch Platz für Kameramann/Assistent und wird oft auf eigens verlegten Schienen eingesetzt.

Dramaturgie:
(griech. = “Drama” = Schauspiel). Meint den Aufbau des Videos in Bezug auf Handlung und zeitlichen Ablauf. Bei einer guten Dramaturgie korrespondieren Handlungsstrang, Bildkomposition und Ton.

Drehbuch:
Im Drehbuch werden die einzelnen hör- und sichtbaren Inhalte der Einstellungen minutiös festgelegt. In der linken Spalte wird das Bild möglichst genau beschrieben, rechts der Ton.

Drehplan:
Grafische Darstellung einer Filmproduktion mit Aufnahmeort, Motiven, Darstellern, Drehtagen, Tag- oder Nachtaufnahmen usw.

Drop out:
Ein Fehler in der Beschichtung des Videobandes, der im Bild als Blitz oder Schnee erscheint.

Ein-, Ausblenden:
Kontinuierliches Anheben oder Absenken eines Signals wie Bildhelligkeit oder Lautstärke des Tons.

Einblendungen:
Teilweise Überlagerung des Bildes durch zusätzliche Gestaltungselemente. Beispielsweise Texteinblendungen in das laufende Bild (Datum, Uhrzeit, Titel).

Einstellung:
Der kürzeste Abschnitt einer Szene. Eine Einstellung beginnt mit dem Einschalten der Aufzeichnung und endet mit ihr, d. h. eine Einstellung wird durch den Schnitt begrenzt. Eine Szene setzt sich aus mehreren Einstellungen zusammen.

Einstellungsgröße:
Ist der gewählte Bildausschnitt: 3 x Totale; 3 x Halbtotale; 3 x Nahaufnahme usw.

Enhancer:
(Bildverbesserer) dient der Verstärkung und Aufbereitung elektronischer Signale.

Fader:
(to fade = verblassen). Manueller oder automatischer Regler, mit dem sich Audio- und Videosignale ein- und ausblenden lassen.

Fahraufnahme:
Kamerabewegung vor, rück- bzw. seitwärts, wobei die Kamera einem bewegten Motiv folgt bzw. sich davon entfernt. “Unechte” Kamerafahrten lassen sich mit dem Zoom-objektiv simulieren, echte Kamerafahrten bedingen eine Bewegung der Kamera. Entweder durch vorsichtiges Laufen (Verwacklungsgefahr ist groß) oder besser, indem die Kamera auf einem Dolly oder einem anderen beweglichen Gerät (Auto, Rollwagen usw.) befestigt wird.

Farbtemperatur:
Maßeinheit Kelvin (K). Sie gibt die farbliche Zusammensetzung des Lichtes an. Je niedriger der K-Wert ist, desto roter ist das Licht. Kerzenlicht etwa hat eine Farbtemperatur von rund 2800 K. Mit wachsendem K-Wert wird das Licht blauer. Tageslicht hat Farbtemperaturen zwischen 3000 K (Abendrot), über 5000 K (Mittagslicht) bis hin zu 10000 K (klarer, blauer Himmel).

FBAS-Signal:
Videosignal mit kompletter Farb- (F), Helligkeits- (B), Austast- (A) und Synchroninformation (S). Liegt am AV-Anschluß eines Fernsehers bzw. Rekorders vor. VHS und Video8 arbeiten damit.

Fernsehnormen:
Das Signalkodierungsverfahren der TV-Geräte ist weltweit nicht einheitlich genormt. PAL, SECAM und NTSC sind die wichtigsten Normen.
Bei uns ist PAL 625/50 gebräuchlich. Das Bild wird nacheinander in 625 Zeilen aufgebaut. Farbe, Ton und Helligkeit werden in einem Signalpaket gesendet. Die Videokamera muß an die Fernsehnorm angepaßt sein. D2-MAC 625 ist ein verbessertes Verfahren bei dem Farbe, Ton und Helligkeit getrennt übertragen werden - die Qualität ist besser als bei PAL. Es ist zur PAL-Norm kompatibel. HD-MAC 1250 ist ein völlig neues Verfahren, zu dem neue Geräte benötigt werden: Bild aus 1250 Zeilen, große Flimmerfreiheit, Breitwandformat. Auflösung 1,2 Mio. Punkte gegenüber 200000 bei PAL. Allerdings arbeiten die Japaner an ähnlich guten, aber nicht kompatiblen
Verfahren, so dass noch nicht klar ist, welches sich durchsetzt bzw. ob nicht wieder die Chance einer weltweiten Vereinheitlichung vertan wird.

Fernsteuerung:
Mit Infrarotimpulsen, ausgesandt von einem kleinen Handsender, können damit die wichtigsten Funktionen von Kameras, Rekordern oder Fernsehgeräten ferngesteuert werden.

Feuchtigkeit:
Ist bei Camkordern und Kassetten zu meiden. Viele Rekorder haben in Nähe des Videokopfes einen Feuchtigkeitssensor. Bei zu hoher Feuchtigkeit wird eine Warnanzeige im Sucher eingeblendet, manche Modelle haben eine Abschaltautomatik

Filter:
Dünne Scheiben aus Glas, Kunststoff oder Gelatine, die vor dem Objektiv angebracht werden, um die Farbabstimmung anzupassen oder besondere Effekte zu erreichen.
Zum Beispiel Nebel-, Weichzeichner-, Prismenfilter. Filter werden entweder direkt in das Einschraubgewinde am Objektiv geschraubt (Einschraubfilter), oder in einen speziellen Filterhalter eingesetzt (Filtersystem).
Vorteil der zweiten Lösung ist, dass alle Filter an mehreren Kameras, auch mit unterschiedlichem Objektivgewinde, eingesetzt werden können. Etwa an der Foto- und an der Videokamera.
Auch vor Leuchten können Farbkonversionsfilter gesetzt werden, um das Kunstlicht auf Tageslicht anzupassen. Effektfolien setzen weiter bestimmte farbliche Akzente. Formate, Videokamera: Es gibt verschiedene Videoformate, die durch die Breite des Videobandes in Zoll bestimmt sind:
1 Zoll professionelle Geräte.
3/4 Zoll semiprofessionelle Geräte.
1/2 Zoll Amateurgeräte, z. B. mit dem VHS- System.
1/2 Zoll findet sich in letzter Zeit auch in professionellen Geräten für Außenreportagen.
1/4 Zoll Super-8-Video.
Weiter unterscheiden sich die Kassetten und die Aufzeichnungsverfahren nicht jedes 1/2 Zoll-Band kann also in jedem Rekorder abgespielt werden, sondern die Systembezeichnung z.B. VHS muß die gleiche sein.

Galgen:
Langer Ausleger, an dem das Mikrofon befestigt wird, um es optimal nahe der Schallquelle plazieren zu können.

Gegenlichtblende:
Schützt das Kameraobjektiv vor seitlich einfallendem Streulicht, das andernfalls die Brillanz der Aufnahme beeinträchtigen kann. Die effektivste Form der Gegenlichtblende ist das Kompendium in Form eines verstellbaren Balgens.

Gegenschuß:
Zeigt das Motiv aus der entgegengesetzten Richtung, um die vorherige Einstellung zu ergänzen.

Genlock:
Taktgeber zum Synchronisieren mehrerer Videoquellen, damit sie gemischt werden können. Oft auch zur Synchronisation von Computern und Rekordern verwendet.

Handleuchte:
Kleine akkubetriebene Halogenleuchte, die leicht ist und auch direkt im Zubehörschuh des Camkorders befestigt werden kann.

HD-MAC 1250:
Siehe Fernsehnormen

HDTV:
High Definition Television. Fernsehsystem hoher Auflösung. Bildseitenverhältnis 16:9.

HF-Modulator:
Wandelt das FBAS-Signal in ein hochfrequentes Antennensignal.

HF-Verbindung:
Zusammenschaltung der verschiedenen Videogeräte (Kamera, Rekorder, Monitor) über die Antennen Ein- und Ausgänge. Eine bessere Qualität bei Überspielungen läßt sich über die AV-Anschlüsse erreichen.

Hintergrundgeräusch:
siehe Atmosphäre

HochgeschwindigkeitsverschIuß:
1/500 Sek. oder 1/1000 Sek. sind für Zeitlupe und Standbild interessant, da damit die Bildkonturen schärfer werden. Allerdings bedingen sie helles Licht bei der Aufnahme, sollen die Bildergebnisse nicht schlechter werden. Sind solche Bildauswertungen jedoch nicht geplant, kann auf die schnellere Verschlußzeit verzichtet werden.

Hochlauf:
Bezeichnet die Zeitspanne, die ein Videorekorder benötigt, das Band um die Kopftrommel zu legen. Moderne Geräte haben eine Schnellstartautomatik, mit der sich der Hochlauf auf ca. eine Sekunde reduziert.

Hosidenanschluß:
vierpoliger Steckverbinder (Mini-DIN) zur Übertragung des Y/C-Signals.

lmposer:
Digitaler Speicher, der ein Bild als Scherenschnitt festhält. Diese Maske läßt sich in laufende Aufnahmen einstanzen.

lnsert-Schnitt:
Dafür eingerichtete Rekorder erlauben das Einfügen einer Einspielung in das vorhandene Bildmaterial. Start und Ende des lnserts können vorher genau festgelegt werden, an den Schnittstellen treten keine Bildstörungen auf. Die ursprüngliche Bildinformation wird allerdings durch das lnsert gelöscht, bei manchen Rekordern auch die Tonspur.

lntervalltimer:
Schaltuhr, mit der kurze Aufnahmen in bestimmten Zeitabständen gemacht werden. Bei der Wiedergabe ergibt sich ein Zeitraffer-Effekt.

Jitter:
lnstabile Bildwiedergabe auf Grund von Gleichlaufschwankungen.

Jog-Shuttle:
Radförmiges Steuerungselement bei Rekordern. Jogscheibe für Einzelbildsteuerung, Shuttlerad für variablen, schnellen Bildsuchlauf.

Kamerafahrt:
Siehe Fahraufnahme.

Kasch:
Format des Filmbildes bzw. der Bildfläche des Monitors. Der Fernsehkasch entspricht dem normalen Filmkasch mit einem Seitenverhältnis von 3:4. Breitwandfilme haben ein anderes Kasch.

Klappe:
Tafel mit Hinweistexten zu Produktion, Regie, Zahl der Versuche usw. Dient im Video dazu, die Einstellung zu identifizieren. Beim Film wird ein Klappholz gegen die Tafel geklappt, anhand dessen Geräusch später Bewegung und Ton synchron zusammengesetzt werden. Bei Video ist das unnötig, da der Ton ja immer synchron mit aufgezeichnet wird.

Klinkenanschluß:
Steckverbindung zur Übertragung von Bild- oder Tonsignalen. Meistgebräuchlich sind 2,5 mm, 3,5 mm und 6,3 mm Klinken.

Kompatibilität:
Bezeichnet die Verträglichkeit technischer Geräte und Normen. So sind die Fernsehnormen PAL und NTSC nicht kompatibel, d.h. weder Geräte noch Signale können von einem System auf das andere ohne weiteres übernommen werden. Kompatibel ist z. B. das VHS-System der PALNorm: Jede VHS-Kassette kann auf jedem VHS-Rekorder bespielt und wiedergegeben werden. “Aufwärtskompatibel” zu VHS ist S-VHS: Auf S-VHS-Geräten können auch VHS-Kassetten benutzt und abgespielt werden, allerdings nur in VHS-Qualität. Umgekehrt jedoch können S-VHS-Aufnahmen nicht mit einem VHS-System wiedergegeben werden.

Komponentensignal:
HeIligkeitssignal (Luminanz Y) und zwei Farbdifferenzsignale (U,V) sind getrennt, was gegenseitige Beeinflussung und Störung vermeidet.

Kontinuität:
Beim Drehen ist darauf zu achten, dass sich Beleuchtung, Requisiten und Kleidung der Darsteller in zusammengehörigen Einstellungen nicht ändern. Das ist wichtig, wenn Einstellungen nicht nacheinander gedreht werden können, sonst trägt der Darsteller zunächst eine Jacke, taucht aber in der nächsten Einstellung im Hemd auf.

Kopie:
Beim Kopieren eines Videobandes tritt immer ein Qualitätsverlust auf. Während die Originalaufnahmen auch bei unterschiedlichen Camkordermodellen praktisch keine Unterschiede mehr zeigen, erweist sich die Qualität der Rekorder beim Kopieren. Die Kopie wird in Generationen angegeben, so ist die Kopie vom Original die 1. Generation, eine Kopie davon ist die 2. Generation usw.. Hochklassige Geräte bringen auch in der 3. Generation noch akzeptable Ergebnisse, während Kopien auf schlechteren Geräten nicht mehr zu verwenden sind (Unschärfe, Farbrauschen usw.).

Lichtstärke:
Ist definiert als Brennweite, geteilt durch die effektive, größtmögliche Öffnung des Objektivs. Bei Zoomobjektiven mit fester Lichtstärke (z. B. 1:1,2/ 9-54 mm) muß sich die Öffnung deshalb bei der Brennweitenveränderung anpassen. Ein Objektiv mit Lichtstärke 1,2 läßt fast doppelt soviel Licht durch wie eins mit Lichtstärke 1,6 , das bedeutet unter schlechten Lichtverhältnissen im einen Fall noch gute Bilder, im anderen Fall grauflaue Ergebnisse.

Lichtverstärker:
Elektronische Verstärkerschaltung zur Anhebung der Bildsignale bei sehr geringen Lichtverhältnissen. Bei sehr hellem Licht kann der Lichtverstärker übersteuern und ein schlechtes Bildergebnis zeigen - z. B. grauen statt blauen Himmel. Ein Neutralgraufilter schafft Abhilfe.

Löschsicherung:
Findet sich an Videokassetten, damit bespielte Kassetten nicht versehentlich überspielt werden. Manche Kassettentypen haben eine Schiebesicherung, bei anderen wird die Löschsperre ausgebrochen. Soll dann doch wieder überspielt werden, kann die Sperre mit einem Stück Klebeband überklebt werden.

Lux:
Maß für die Beleuchtungsstärke auf einer Fläche. In Lux wird die untere und obere Grenzhelligkeit angegeben, bei der eine Videokamera gerade noch Bilder liefert. Als Anhalt einige Beleuchtungssituationen:
Dämmerung 5 Ix
Sonnenaufgang 500 Ix
Tageslicht 10000 Ix (wolkig) bis 100000 Ix

Master:
(Master = Meister) ist der Rekorder, auf dem das Masterband geschnitten wird. Der zuspielende Rekorder heißt »Slave«.

Masterband:
Das Band, auf das die endgültige Bildfolge im elektronischen Schnitt überspielt wird. Vom Masterband werden dann die Kopien gezogen.

MAZ:
Abkürzung für “Magnetaufzeichnung”.

Megahertz (MHz):
Maßeinheit für die Bildauflösung von Video.
Umrechnungsfaktor: MHz x 83 = Linien.

Mikrofon:
Neben dem eingebauten sind externe Mikrofone interessant, weil sie sich besser bei der Tonquelle plazieren lassen und zudem die Charakteristik, mit der der Ton aufgenommen wird, gewählt werden kann. Es gibt u. a.: Richtmikrofone, Ansteckmikrofone.

Mischpult:
Hat mehrere Ein- und Ausgänge, so dass die Bild- und Tonsignale aus unterschiedlichen Quellen zusammengemischt werden können. Dabei läßt sich die Intensität der Tonsignale, bei teuren Geräten auch der Bildsignale abstimmen (Ein-, Ausblenden). Man unterscheidet Ton- und Bildmischpulte sowie kombinierte Geräte.

Moire:
Flimmerndes Störmuster auf dem Bildschirm, tritt insbesondere bei fein gestreifter Kleidung auf. Entsteht durch Interferenz mindestens zweier feiner periodischer

Nachvertonung:
Bei der Nachvertonung wird dem Bildsignal eine zusätzliche oder eine gänzlich neue Toninformation unterlegt.

NTSC:
Amerikanische Farbfernsehnorm mit 525 Zeilen bei 60 Halbbildern pro Sekunde.

Neger:
a) Abschattblende oder -wand, um unerwünschtes Licht fernzuhalten. b) Texttafel für unsichere Darsteller und Moderatoren, denen der zu sprechende Text auf einem Neger unsichtbar für die Kamera vorgehalten wird.

Original:
Das Videoband, auf dem die Szenen aufgenommen worden sind. Hier liegen gute und schlechte Einstellungen ungeordnet vor. Sie werden durch elektronischen Schnitt auf das Masterband in die gewünschte Reihenfolge gebracht.

Originalton:
Kurz O-Ton. Ist der Ton, der synchron gleichzeitig mit dem Bild aufgenommen worden ist.

PAL:
Siehe Fernsehnormen.

PCM-Ton:
Digitalton in HiFi-Qualität.

Perspektive:
Je nach Position der Kamera unterscheidet man folgende Hauptstandpunkte: Frosch-, Normal- und Vogelperspektive. Als Normalperspektive wird ein Kamerastandpunkt in Augenhöhe bezeichnet, während die anderen darunter bzw. darüber liegen.

Player:
Zuspielrekorder beim Überspielen von Videoaufnahmen.

Rauschen:
Störung des Bild- oder Tonsignals, z. B. Brummen bei Tonaufnahmen, Flimmern der Farben oder Schnee bei Bildsignalen.

RCTC:
Rewritable Consumer Timecode. Timecode für Video 8, der im Gegensatz zu VITC auch nachträglich eingefügt werden kann.

RGB-Signal:
Videosignal mit drei getrennten Grundfarben Rot, Blau und Grün.

Rückkopplung:
a) Ton: Pfeifgeräusch, wenn sich die Videokamera bei der Aufnahme in der Nähe eines eingeschalteten Monitorlautsprechers befindet. b) Bild: Rückkopplungseffekte lassen sich erreichen, wenn die Kamera eingeschaltet und auf den Kontrollmonitor gerichtet wird. Das Bild wird bis ins Unendliche wiederholt.

SCART-Anschluß (Euro-AV):
21-poliger Steckverbinder für Audio- und Videosignale. Je nach Beschaltung können Y/C-, FBAS, RGB- oder Computersignale übertragen werden.

Schärfentiefe:
Ist der Bereich vor und hinter der Einstellebene, der noch ausreichend scharf wiedergegeben wird. Die Schärfentiefe ist abhängig von der Aufnahmeentfernung, der Brennweite und der eingestellten Blende. Mit Hilfe der Schärfentiefe wird die Bildgestaltung beeinflußt, so kann durch geringe Schärfentiefe das Hauptmotiv betont werden.

Schnitt:
Das Aneinandereihen von einzelnen Einstellungen, um daraus eine sinnvolle Handlung herzustellen.

Schwenk:
Kamerabewegung in der Vertikalen bzw. Horizontalen ohne die Position zu ändern. Schwenks dienen u. a. dazu, bewegten Motiven zu folgen bzw. große Motive abzufahren.

Secam:
Französische Fernsehnorm, die auch im Nahen Osten und in Osteuropa gebräuchlich ist. Hat wie PAL 625 Zeilen und 50 Halb- bilder, überträgt aber anders als PAL die Farbinformationen nacheinander.

Standbild:
Bei einigen Videorekordern kann das Bild “eingefroren” werden. Das ermöglicht genauere Bildanalysen, aber auch Effekte während des Überspielens. Die Bildqualität ist eventuell durch Störstreifen beeinträchtigt. Besonders gute Standbilder liefern solche Rekorder, die das Bildsignal digital zwischenspeichern.

Stereo:
Die Tonaufnahme erfolgt mit zwei Mikrofonen auf zwei Tonspuren. Bei der Wiedergabe ist dann räumliches Hören möglich die Dampflok fährt von links nach rechts.

Storyboard:
Skizzenartige Festlegung der einzelnen Einstellungen in Bildform. Anwendung u. a. bei Werbeclips.

Stützbatterie:
Findet sich in den Camkordern meist als kleine Knopfzelle. Mit ihr bleiben wichtige Daten wie Datum, Uhrzeit und Bandzählwerk auch bei einem Akkuwechsel erhalten.

Subjektive Kamera:
Die Kamera wird dabei so geführt, dass der Zuschauer dasselbe Bild sieht, wie es auch ein Darsteller sieht. Der Zuschauer erlebt das Geschehen also aus dem Blickwinkel des “Helden”, er nimmt quasi dessen Platz ein.

Synchronität:
Ist der Gleichlauf von Ton und Bild, die Lippenbewegung z. B. korrespondiert mit dem Text.

Time Base Corrector:
Schaltung zum Ausgleich von Zeitfehlern bei der Wiedergabe, die durch Gleichlaufschwankungen entstehen.

Timecode:
Digitale Information auf dem Band, die jedes Einzelbild mit Informationen über Stunde, Minute, Sekunde und Bildnummer versieht.

Titelgenerator:
Findet sich in einigen Kameras. Erlaubt 2 x in laufende Aufzeichnung Texte, Daten einzublenden.

Überblendung:
Überlagerung zweier Bildsignale, von denen das eine zusehends schwächer, das andere immer stärker wird. Ermöglicht sehr weiche Szenenübergänge. Voraussetzung sind zwei Bildquellen und ein Bildmischpult und gute Geräte, da hier bereits von der 1. zur 2. Generation kopiert wird.

Überspielen:
übertragen der Bild- oder Toninformationen von einem Band auf ein anderes. Direkt mit Überspielkabel oder indirekt über ein Mischpult, wo zusätzliche Signale zugefügt oder die eingehenden Signale zunächst verbessert werden, bevor überspielt wird.

Video:
= lateinisch: “ich sehe”.

Video 8:
Videosystem mit sehr schmalem Band (1/4 Zoll), das extrem kompakte Kassetten und Camkorder ermöglicht. Dabei längere Lauflänge als VHS-C. Wurde nahezu ausschließlich in Camkordern zur Aufnahme, kaum in Heimrekordern eingesetzt.

VITC:
Vertical lnterval Timecode. Timecode, der während der Aufnahme mit auf das Band geschrieben wird.

VHS:
Ist die Abkürzung von Video Home System. VHS ist das weltweit am meisten verbreitete System, gegen das sich andere (z. B. Video 2000) trotz technischer Vorteile nicht durchsetzen konnten.

VHS-C:
Verwendet die gleiche Technik wie VHS, aber das Band ist in einer kleineren Kassette untergebracht. VHS-C wurde speziell für den mobilen Videoeinsatz geschaffen. Die Bänder haben eine Spieldauer von bis zu 90 Minuten. Mit Hilfe einer speziellen Adapterkassette kann jede VHS-C Kassette im großen VHS-Heimrekorder wiedergegeben werden.

Vorspann:
Einleitungssequenz mit Texten, Musik und eventuell unterlegten Bildern, die Titel und Darsteller usw. nennen kann, vor allem aber animieren soll, sich das Video anzuschauen.

VPS:
(Video Programing System). Für VPS eingerichtete Rekorder können ein vom Sender ausgestrahltes Signal empfangen, das ihnen den Beginn einer zur Aufzeichnung einprogrammierten Sendung genau signalisiert. Auch bei Zeitüberziehung einer vorangegangen Sendung wird der Rekorder mit VPS, quasi vom Sender ferngesteuert, exakt mit dem Beginn der aufzuzeichnenden Sendung gestartet.

Weißabgleich:
Einjustieren der Kameraelektronik auf die herrschende Farbtemperatur, um natürliche Farbwiedergabe zu erreichen. Der Weißabgleich kann automatisch mit dem Anschalten der Kamera erfolgen oder aber er muß vom Kameramann jedesmal selbst vorgenommen werden.

Y/C-Signal:
Bei diesem Videosignal werden die Helligkeitsinformation (Luminanz Y) und die Farbinformation (Chrominanz 0) getrennt, was störende Einflüsse zwischen den Signalen ausschaltet. Hi8 und S-VHS erreichen die bessere Bildqualität u.a. durch diese Trennung.

Zeitlupe:
Verlangsamte Bildwiedergabe, schnelle Vorgänge sind genauer zu erkennen. Einige Videorekorder haben eine Zeitlupenschaltung.

Zeitraffer:
Beschleunigte Bildwiedergabe. Echte Zeitrafferaufnahmen entstehen durch verlangsamte Aufnahmegeschwindigkeit (1 Bild pro Sekunde, pro Minute usw.). Damit ist es möglich, extrem langsame Vorgänge, etwa eine sich öffnende Blüte, für das Auge sichtbar zu machen.

Zoom:
Wird fälschlicherweise, aber sehr anschaulich auch als “Gummilinse” bezeichnet. Objektiv mit stufenlos veränderlicher Brennweite über einen bestimmten Bereich z. B. 9-54 mm. Damit kann die Einstellung (Totale usw.) genau festgelegt werden. Wird während der Aufnahme gezoomt, ergibt sich eine unechte Kamerafahrt, d. h die Kamera entfernt bzw. nähert sich scheinbar dem Motiv. Das Zoom soll sehr sparsam und überlegt eingesetzt werden.

Zwischenschnitt:
Wird zwischen zwei Einstellungen gesetzt, um Bewegungssprünge zu vermeiden: Auto kommt von links Zwischenschnitt Auto frontal - Auto kommt von rechts. Zwischenschnitte werden auch genutzt, um dem Zuschauer abrupte Handlungswechsel verständlicher zu machen.



Diese Artikel wurde von Klas-Henning Gartz für www.lichtfalle.de erstellt und dankenswerterweise mediaprofis.net zur Verfügung gestellt.
 
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