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Übersicht der veschiedenen Kamerafilter Drucken
Filter
Filter lassen sich vor Lichtquellen ebenso wie vor Objektiven einsetzen. Von Letzteren soll hier die Rede sein.
Benötigt man überhaupt Filter in der Videotechnik? Diese Frage ist berechtigt, bedenkt man, dass durch den Weißabgleich Konversionsfilter überflüssig werden und viele Filterwirkungen in der Nachbearbeitung realisierbar sind. Außerdem bieten zeitgemäße Kameras mehrere integrierte Graufilter. Doch auch bei Videoaufnahmen gibt es viele Situationen, in denen sich Filter einsetzen lassen.
Eine Eigenschaft von Filtern ist es, die Lichtmenge zu reduzieren. Das haben Kamerafilter und die Filterfolien vor Scheinwerfern miteinander gemeinsam. Ihre Wirkung wird in so genannten Filterdichten angegeben. Dabei kann es sich um Blendenwerte, Transmissionsgrade in Prozent oder Neutraldichten handeln. Diese Werte sind wichtig, um den Einfluss der Filter auf die Belichtung abzuschätzen.

Filterkoffer im EB-Equipment. Black Pro-Mist, Polfilter, Kontrastfilter und ND-Filter leisten nützliche Dienste auch im aktuellen Bereich.

Filterarten
Ein Hinweis vorweg: Bei der Kombination von Filtern mit Vorsätzen oder Kompendien kann es zu Abschattungen am Rand des Bildes kommen, weil diese Bauteile meistens nicht direkt am Objektiv aufsitzen.


UV-Sperrfilter und Skylightfilter
Äußere Merkmale
Das Filter sieht aus, als ob es aus Klarglas bestehen würde, die Färbung ist kaum zu erkennen.

Wirkung

Ein UV (Ultraviolett) Filter sperrt die für das menschliche Auge nicht sichtbare ultraviolette Strahlung.
Der Skylightfilter sperrt nicht nur die UV-Strahlung, sondern zusätzlich den Blaugrün-Anteil. Er verhindert einen Blaugrünstich in den Schattenpartien.


ND-Filter / Graufilter
Äußere Merkmale
ND-Filtern (ND = neutral density / Neutraldichte) sind Graufilter. Sie bestehen aus einer grauen Scheibe. Es gibt ND-Filter mit verschiedenen Dichten, also in verschiedenen Grautönen.

Wirkung
ND-Filter schwächen das einfallende Licht. Die Filter gibt es in verschiedenen Transmissionen(Lichtdurchlässigkeit). Sehr dichte Graufilter absorbieren leider auch Licht kurzer Wellenlängen. Das erfordert einen erneuten Weißabgleich.


Polarisationsfilter
Polfilter sind nicht nur als Drehfilter erhältlich, sondern auch für ein Kamerakompendium

Äußere Merkmale
Auf den ersten Blick sieht das Polarisationsfilter – kurz Polfilter – wie ein mitteldichter Graufilter aus. Am Filterrand befindet sich die Beschriftung PL (= Polfilter). Außerdem lässt sich der vordere Teil des Filters frei drehen, obwohl es in dem Filtergewinde des Objektivs festgeschraubt ist.

Wirkung
Das Polfilter unterdrückt Reflexe bei schrägem Lichteinfall auf nichtmetallischen Flächen wie beispielsweise Glas und Wasser.

Polarisationsfilter-Arten
Man unterscheidet zwischen linearen und zirkularen Polarisationsfiltern. Lineare Filter könnten bei der Kamera das Ergebnis der Lichtmessung beeinflussen, da auch das zur Messung nötige Licht polarisiert wird. Zirkulare Polfilter beeinflussen die Messergebnisse nicht und sind daher für Kameras mit Belichtungsmessung besser geeignet.


Kreuzeffekt-Filter (Cross-Filter/Stern- oder Star-Filter)
Äußere Merkmale
Kreuzeffekt-Filter haben eine Klarglasscheibe, in die ein feines Gitter eingraviert ist. Sichtbare Lichtquellen oder Lichtpunkte von Reflexionen werden kreuz- oder sternenförmig wiedergegeben. Die Lichter erscheinen dann als Sterne oder Lichtkreuze. Je stärker die Lichtquelle, desto größer der Effekt.


Grauverlaufsfilter
Äußere Merkmale
Bei diesen Filtern ist ein Grauverlauf von einer Seite zur anderen zu sehen. Eine Hälfte ist klar und die andere grau mit einem abgestuften Übergang. Dabei unterscheidet man zwischen harten (steilen) und weichen Verläufen. Die Filterauswahl richtet sich unter anderem auch nach der Brennweite. Bei einem Weitwinkel eignen sich besser weiche Verläufe, harte Verläufe sind für Teleobjektive geeignet.

Wirkung
Je nach Drehung des Filters sieht man einen Verlauf, der sich über das gesamte Bild zieht. Er gleicht Lichtintensitäten an oder stellt neue Helligkeitsverhältnisse her, z. B. unten hell und oben dunkel.



Dieses Bild zeigt eine richtige Belichtung des Schalttafeleinsatzes eines Autos. Was durch die Scheibe zu sehen ist, wäre jedoch zu hell
Hier ist die äußere Umgebung, die durch die Scheibe zu sehen ist, richtig belichtet, doch das Armaturenbrett (Schalttafeleinsatz) des Fahrzeugs aufgrund dieser Belichtung ist zu dunkel. Mit einem Grauverlauf auf der äußeren Umgebung, kann die Blende geöffnet werden und auch der Schalttafeleinsatz bekommt die richtige Belichtung.

Farbverlaufsfilter
Äußere Merkmale
Die eine Hälfte des Filters ist gefärbt, die andere klar mit einem feinen Übergang.

Wirkung
Die Farbverläufe dienen dazu, dem Bild mehr Ausdruckskraft und Attraktivität zu verleihen. Geschickt eingesetzt, wirken Bilder mit Farbverläufen oft auch irreal.


Black Pro-Mist
Äußere Merkmale
Das Filter besteht aus einer Klarglasscheibe mit kleinen schwarzen Punkten, die so fein und unregelmäßig verteilt sind, dass quasi ein marmoriertes Muster entsteht.

Wirkung
Unter Video-Kameraleuten ist das Black Pro-Mist-Filter ein Geheimtipp. Eigentlich gehört es zu den Weichzeichnern. Es reduziert die Konturenschärfe und den Kontrast – in extremer Weise wirkt diesbezüglich der Pro-Mist-Filter (die stärkere Variante des Black Pro-Mist). Dass er die Schattenbereiche nicht zu sehr aufhellt, ist einer der Vorteile des Pro-Mist. Außerdem erzeugt er auf hellen Bildstellen einen Lichterkranz. Sogar leicht überbelichtete Teile scheinen dann nicht zu überstrahlen. Insgesamt legt er über das Bild einen pastellhaften Effekt, wie man ihn eher vom Kinofilm her gewohnt ist.


Kontrastfilter
Äußere Merkmale
Das Filter hat eine leicht milchige Scheibe.

Wirkung
Kontrastfilter gleichen Kontrastunterschiede innerhalb eines Bildes aus. Durch den Einsatz von ND-Filtern und Verläufen kann man unter- und überbelichtete Bereiche angleichen. Doch es gibt viele Situationen, in denen die eine Hälfte des Bildes nicht über- und die andere unterbelichtet ist. Hier sind Kontrastfilter angesagt. Bei Videoaufnahmen erscheinen Schattenpartien meist sehr platt schwarz und weisen kaum Zeichnung auf. Der Grund dafür liegt im geringen Auflösungsvermögen von Standard-Videoformaten. Bei Aufnahmen auf Filmmaterial hat man mehr Zeichnung in den Schatten. Genau das bewirken Kontrastfilter bei Video.


Interne Kamerafilter

Das Licht gelangt durch das Objektiv. Doch bevor es den Bildwandler erreicht, durchläuft es die Filter der Kamera. Diese sind auf einem oder zwei Filterräder angebracht und können beliebig in den Strahlengang gedreht werden. Es sind Konversionsfilter und ND- (Grau-) Filter. Für Tageslichtsaufnahmen benötigt man einen Konversionsfilter für eine Farbtemperatur von 5 600 K. Aus diesem Grund gibt es bei herkömmlichen Kameras vier Filterradstellungen. Eine Filterradstellung für Kunstlicht, eine für Tageslicht, eine für Tageslicht mit einem schwachen ND-Filter und eine für Tageslicht mit einem stärkeren ND-Filter. Die ND-Filter sind recht interessant einsetzbar.
Denn halb in das Bild gedreht – also nicht bis zum Anschlag – erzeugen sie einen Grauverlauf über die rechte bzw. linke Bildhälfte. Je nach Brennweite, ist der Verlauf hart oder weich zu sehen.

Von Mediabook Verlag zur Verfügung gestellter Artikelauszug des Buches Professionelle Kameratechnik und Aufnahmegestaltung

 
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