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05 - BORIS Masken Tutorial Drucken

Bei vielen Schnittsystemen ein vernachlässigter Bereich, aber beim Compositing essentiell: das (animierte) Maskieren von Bildern. Die PlugIns von Boris bieten zu diesem Thema einen durchdachten Lösungsansatz, der im Folgenden näher erklärt werden soll.


Upstream und Downstream Masken
Jedes Element in der Effekttimeline von Boris bekommt eine eigene Spur, in der weitere Spuren verschachtelt sind, die jeweils unterschiedliche Informationen und Funktionen bieten. So auch die beiden Mask-Spuren, die jedes Objekt mit sich bringt.

Boris Masken Tutorial

Man kann sie sich als Behälter vorstellen, die erst noch mit Inhalt gefüllt werden müssen. Dies geschieht ganz einfach nach dem Drag & Drop Prinzip: eine weitere Objekt-Spur wird auf die gewünschte Mask-Spur gezogen, "rastet" dort ein und wird als Maske aktiv. Als Masken eignen sich alle Objekte, Grafiken und Videodateien, die Alpha-Informationen haben, z.B. Texte, EPS-Dateien, gekeyte Sequenzen oder Spline-Objekte. Es können beliebig viele solcher Objekte in eine Mask-Spur gezogen werden.

Doch welche der beiden Mask-Spuren soll verwendet werden?
Der Unterschied liegt in der Bearbeitungsreihenfolge. Die Elemente in der Boris Timeline werden von unten nach oben bearbeitet. Eine Maske, die auf der Face-Spur eines Objektes liegt („Upstream“ Maske), wird als erster Bearbeitungsschritt durchgeführt und maskiert die tatsächliche Oberfläche des Objekts. Die Downstream-Maske dagegen tritt erst nach jeglichen Transformationen (Bewegungen) des Objekts in Kraft und ist nicht an dessen Oberfläche gekoppelt. Sie ist vergleichbar mit einer statische Schablone, durch die das Geschehen betrachtet wird.

Ein Beispiel:
Wenn Sie auf eine von links nach rechts bewegte Ebene einen Kreis als Upstream Maske legen, sehen Sie eine Ebene mit „Loch“ in der Mitte, die sich von links nach rechts gewegt. Als Downstream Maske eingesetzt würde Sie einen „Loch“ sehen, hinter dem sich eine Ebene von links nach rechts bewegt. Auch im Zusammenhang mit Filtern kann eine Maske unterschiedliche Effekte bewirken, je nachdem ob sie als Upstream oder Downstream Maske fungiert.

Dazu folgendes Beispiel:

Boris Masken Tutorial


Animierte Masken
Wer Masken benötigt, die ihre Form und Position im Laufe der Zeit ändern, kann sich die Features der animierbaren Spline-Objekte in Boris zu Nutze machen. Dazu muss zuerst eine neue Spline-Object-Spur erstellt werden (es genügt ein Klick auf den entsprechenden Button).Boris Masken Tutorial Stellen Sie sicher, dass zu diesen Zeitpunkt keine andere Spur markiert ist. Die neue Spur erscheint oben in der Timeline, sie ist aufgeklappt und die Path-Spur ist markiert. Dadurch werden die Painting Tools aktiviert, mit denen Sie im Composite Fenster Spline-Objekte einzeichnen können.

Boris Masken Tutorial

Durch Klicken und Ziehen bei gedrückter Alt-Taste an einem markierten Spline-Punkt bekommen Sie Beziergriffe zur Bearbeitung der Kurven. Wenn Sie an eine andere Stelle der Timeline gehen und einen der Punkte verschieben, so wird ein Keyframe gesetzt und die Position des Punkts animiert. Mit dem "Multi Frame Mode" Button können Sie zwischen statischen und animierten Modus umschalten: eine Umstellung betrifft alle nachfolgenden Verschiebungen von Splinepunkten.

Boris Masken Tutorial


Weiche Kanten
Wenn Sie die Path Spur aufklappen, sehen Sie eine Auflistung aller Spline-Objekte, die Sie eingezeichnet haben. Diese können Sie nun einzeln anwählen und mit Hilfe der Parameter im Controls-Fenster deren Eigenschaften verändern, z.B. Einstellungen zu Füllung, Rand und Schatten. Im Fall von Masken lohnt es sich oft, mit Hilfe der Parameter in der Border-Kartei eine weiche Kante zu erstellen.
Beachten Sie hierbei, dass Sie zuerst durch Anklicken eines Kästchens am linken Rand einen Umrandungsstil aktivieren müssen und dann mit den Reglern "Edge Width" und "Edge Softness" die Breite und Weiche einstellen können.

Die Spur des fertigen Splines muss dann lediglich noch - wie oben beschrieben - in eine Mask-Spur gezogen werden. Mit einem Klick auf den "Invert Mask Track" Button wird der maskierte Bereich umgekehrt.Boris Masken Tutorial


Der PixelChooser

Eine Sonderform von Maske ist der PixelChooser, der speziell für das Maskieren von Filtern entwickelt wurde. Bei fast jedem Boris Filter gibt es die Pixel Chooser-Kartei, mit deren Einstellungen die Wirkung des Filters auf einen bestimmten Bildbereich reduziert werden kann. Das erste Auswahlmenü (Region Type) bietet eine Auswahl von geometrischen Bereichen (Ovale, Rechtecke, Linien etc.), in denen der Filter aktiv ist. Zu jedem dieser Möglichkeiten gibt es dann auch Parameter für Größe, Position, weiche Kanten usw. Ein typisches Anwendungsbeispiel für diese Art von Filtermaskierung ist das "Verpixeln" von Nummernschildern oder Gesichtern.

Zusätzlich zur geometrischen Beschränken bietet das zweite Auswahlmenü des PixelChoosers (Make Mask From) die Möglichkeit, einen Farb-, Farbdifferenz-, Luminanz- oder Alphakanal als Maske für den Filter zu nutzen. Auch hierfür gibt es typische Beispiele: ein Glow-Effekt,z.B., kann durch einen einfachen Blurfilter produziert werden, der mittels PixelChooser auf den Luminanzkanal beschränkt ist.

Ein Blurfilter nur auf den Blaukanal angewandt kann den Rauschanteil eines Bildes erheblich minimieren.
Wenn ein Farb/Luminanz/Alphakanal als Maske ausgewählt ist, bietet Boris durch die Option "Use Pixel Chooser Track" noch mehr kreativen Spielraum. Wenn dieses Kästchen angeklickt ist, wird nicht das gefilterte Bild, sondern der Inhalt der „Pixel Chooser Track“ als Grundlage für die Maskierung des Filters benutzt. Die Pixel Chooser Track befindet sich innerhalb der Filterspur und kann mit der bekannten Drag & Drop Methode mit Inhalt gefüllt werden, z.B. mit Schriften oder selbstgezeichneten Splineformen, innerhalb deren Grenzen der Filter dann wirkt.
Häufig werden auch Schwarz-Weiß-Verläufe verwendet, die die Stärke des Filters steuern.


Boris Masken Tutorial

Boris Masken Tutorial

Boris Masken Tutorial

Zur Verfügung gestellt von Boris FX

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