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24p - Einsatzmöglichkeiten Drucken
Universal Mastering bietet generell Vorteile für Mischproduktionen, Filmproduktionen und internationale Projekte.
Film bietet seit jeher Vorteile in Bezug auf Qualität und Langzeitarchivierung, unabhängig von Videoformaten.
Die Postproduktion ist dagegen aufwendig und kostenintensiv. Mit Universal Mastering läßt sich dieser Prozess optimieren und effizient gestalten.

Im Rahmen dieses Dokuments kann auf die Vielfalt der Produktionsweisen mit ihren jeweils eigenen Gesetzmäßigkeiten nicht eingegangen werden – es sollen jedoch die wichtigsten Funktionen von Universal Mastering an einem beispielhaften Arbeitsablauf dargestellt und Varianten erläutert werden.

Das nachfolgende Beispiel skizziert grob den Ablauf für eine Kinoproduktion mit anschließender TV Auswertung und konzentriert sich auf die Online Bearbeitung. Der Offline Schnitt findet (wie beim Filmcomposer) in einem 24p Projekt mit progressiven Bildern statt. Man arbeitet im Prinzip mit einem bildgenauen, virtuellen Negativ, das eine 1:1 Korrelation mit dem Originalmaterial aufweist.

Ablauf einer Filmabtastung

In dem vorliegenden Beispiel wird Film mit 24 Bildern für die Akquistion eingesetzt, die Muster mit Einlicht auf BetaSP abgetastet und mit einem MediaComposer mit Universal Offline in einem 24p Projekt nonlinear bearbeitet. Eine FLEx Datei (FileLogExchange) , die die Zuordnung der Timecodes zu den entsprechenden Original Keykodes beinhaltet wird bei der Abtastung generiert und über das ALE Format in das 24p Projekt importiert und anhand der Timecodes das Bildmaterial geladen.

Nach Beendigung des Schnittes wird mit FilmScribe eine Trennliste für das Negativ erzeugt und die hochwertige Abtastung mit Vorkorrektur findet beispielsweise auf Digital Betacam statt. Bei diesem Vorgang entstehen neue Videobänder mit neuem Timecode, und es wird eine weitere FLEx Datei erzeugt, die die Relation der Keycodes zu den neuen Timecodes enhält. An dieser Stelle kommt die “Relink to Keycode” Funktion in Universal Mastering zum Einsatz.

Das Offline Projekt und die FLEx Datei werden auf einem Symphony/Media Composer System importiert und das Online Material anhand der neuen Timecodes über “Batch Digitize” geladen. Über die Funktion “Relink to Keycode” läßt sich jetzt sofort der Bezug der neu digitalisierten Clips mit neuen Timecodes zur Originalsequenz herstellen. Der Feinschnitt kann erfolgen und das fertige und korrigierte Master läßt sich direkt von Symphony/Media Composer Universal in PAL oder NTSC, 4:3 oder 16:9 ausspielen. Für den Negativschnitt wird eine Cutlist mit FilmScribe erzeugt.

Ablauf einer Filmabtastung
Online Prozess mit Symphony/Media Composer Universal

Die Möglichkeit, die bei einer zweiten Abtastung entstandene Keykode/Timecode Relation den im Offline Schnitt verwendeten Keykodes/Timcodes zuzuordnen, war bis dato nicht gegeben. Das bedeutete, dass eine erneute Zuordnung nur händisch und unter erheblichem Zeitaufwand durchgeführt werden konnte. Dies gilt zum Beispiel auch für die Kontrolle von Blendenbändern.
Der Online Prozess mit einem unkomprimiert arbeitenden NLE System bringt ergebliche Zeitvorteile gegenüber traditionellen Systemen. Schnittelemente und Effekte müssen nicht mehr rekonstruiert werden, da auf Symphony/Media Composer mit der Originalsequenz aus dem Offline Schnitt gearbeitet wird. Das gilt natürlich auch für 25-Bilder Filmprojekte, die häufig bei Fernsehproduktionen zum Einsatz kommen. Symphony/Media Composer bietet umfangreiche Kontrollfunktionen, wie beispielsweise eine leistungsfähige, nonlineare Farbkorrektur in Echtzeit, die als Grundkorrektur für Vorführzwecke oder auch als endgültige Korrektur für das Master dienen kann.

| 24P Conforming Relink to Keycode bietet immer dann Vorteile, wenn Bänder mit unterschiedlichen Timecodes durch mehrere Abtastvorgänge entstehen. In Zusammenarbeit mit einem Symphony/Media Composer Universal kann so der Online-Prozess weitgehend automatisiert werden, da zeitraubendes Überprüfen von Timecode/Keycode Informationen sowie die Rekonstruktion von Effekten entfällt. Bei internationalen Produktionen ist zu jedem Zeitpunkt die Relation zwischen Original, 24, 25 oder 30 fps Timecode gegeben und die Ausgabe in bester Qualiät in dem jeweils gewünschten Format möglich.

| Pan + Scan
Bildseitenverhältnis. Eine weitere Stärke von Universal Mastering liegt in der Möglichkeit, das Bildseitenverhältnis mit Pan+Scan flexibel über Keyframes, szenenweise oder über das gesamte Programm zu verändern. So läßt sich von einem 16:9 Original schnell und einfach eine 4:3 Version extrahieren. Dabei kann der Bildausschnitt individuell angepaßt werden. Diese Funktion kann zum Beispiel auch für das Einschneiden von 4:3 Archivmaterial in ein 16:9 Programm genutzt werden. Und nicht zuletzt läßt sich Pan+Scan auch als kreatives Werkzeug einsetzen.

Die universellen Einsatzmöglichkeiten von Symphony/Media Composer Universal bieten auch für DVD Mastering Vorteile, da das progressive Bildformat und die Pan+Scan Metadaten erhalten bleiben. Damit bietet Symphony/Media Composer Universal ein umfangreiches Featureset für Produktionen mit unterschiedlichster Auswertung.


HDTV Postproduktion

Eine zunehmende Zahl an HDTV Projekten wird in 24P Formaten produziert – derzeit in der Regel noch mit Film als Ausgangsmaterial. Die Entwicklung von Produktionstechnik für HDTV wird diesen Trend noch verstärken; gekoppelt mit dem in den USA per Staatsgewalt angeordneten Umstieg auf digitale Fernsehausstrahlung. Auch wenn HDTV Produktionen in Europa noch einen vergleichsweise geringen Anteil einnehmen, wird dieser in Zukunft zumindest für die Postproduktion steigen.

Nahezu alle 24P basierenden HD Projekte können von der hier beschriebenen Funktionspalette in Universal Editing + Mastering profitieren, im Offlinebereich und in HD Suiten ebenso wie bei der Standard 601 Video Auswertung. Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass ein HD Bearbeitungsplatz die ideale Umgebung für die Produktion der unterschiedlichen Formate sei. Doch die Herstellung von 601 Versionen ist mit einer Down-Konvertierung nicht automatisch getan. Häufig ist Nachbearbeitung in einer 601 Umgebung erforderlich.

| Grafiken und Titel müssen überarbeitet werden. Bei der Down-Konvertierung können diese qualitativ beinträchtigt werden. Größe und Position müssen unter Umständen für eine 4:3 Version angepaßt werden. Möglicherweise werden mehrere Versionen und Trailer gefordert.

| Aktionsbereiche (außerhalb des Center Crop) müssen mit Hilfe von DVEs angepaßt werden.

| Und nicht zuletzt müssen PAL und NTSC-Versionen geliefert werden, die in der Endbearbeitung zum Teil noch Letterbox erfordern.


Rein technisch gesehen , lassen sich alle 601-spezifischen Prozesse (mit Ausnahme der Titel- und Grafikanpassung) an einem HD Arbeitsplatz ausführen und das Programm anschließend in PAL oder NTSC konvertieren. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, stellt je nach Produktion eine 601-Umgebung in vielen Fällen die wesentlich kosteneffizientere und flexiblere Alternative dar. Die Gründe hierfür sind:

| Kosten
So wie Offline Systeme eingesetzt werden, um den Aufwand in einer 601 Umgebung zu minimieren, lassen sich 601-Onlinesysteme effizient für HDTV Produktionen einsetzen. Dabei wird die Bearbeitung mit allen 601- spezifischen Aufgaben auf einem nonlinearen System durchgeführt – im Gegensatz zur Bearbeitung in einer kostspieligen linearen HD Infrastruktur. Darüberhinaus können visuelle Effekte, Keys und Übergänge direkt auf einem 601 System erstellt und in der HD Suite nachgearbeitet werden. Auf diese Weise sind die Standard Master schnell fertig und aufwendiges Experimentieren in der HD Suite wird auf ein Minimum begrenzt.

| Performance und Flexibilität
Nonlineare 601 Systeme bieten weit mehr Flexibilität als lineare HD Systeme und haben oft eine bessere Performance gegenüber nonlinearen HD Systemen, vor allem in puncto Echtzeitbearbeitung und Renderingzeiten. HD Bilder benötigen etwa ein Vierfaches an Speichermenge gegenüber 601 Material, ein Umstand, der insbesondere bei der Produktion von Programm mit größeren Längen berücksichtigt werden muß. Nonlineare 601-Systeme können aufgrund der geringeren Datenmengen mehr Echtzeiteffekte und bessere Renderingzeiten wie vergleichbare HD Systeme bieten.

| Schnelle Lieferung der 601 Master
Alle 601 Versionen können in relativ kurzer Zeit fertiggestellt werden. Und die Haupteinnahmequelle stellen bis auf weiteres die Standard Programme dar.

Mittlerweile sind 24P HD Kameras und Produktionsmaschinen auf dem Markt verfügbar, die sich die Bildrate und das progressive Format von Film zunutze machen. Diese Systeme bieten ebenfalls die Möglichkeit, PAL und NTSC Versionen vom Original zu generieren. Der in diesem Dokument beschriebene Postproduktionsprozess für Film läßt sich prinzipiell auch auf HDTV Produktionen adaptieren.

Ablauf einer Filmabtastung
Beispiel 1: 601 Master als Endprodukt, HD Band zur Archivierung; HD Schnitt mit linearer HD Suite.
Symphony Universal dient als Offline System für den HD Bearbeitungsplatz und als Onlinesystem zur Erstellung der 601 Master.

Der hier beschriebene Arbeitsablauf ist nur ein Beispiel einer HDTV Produktion. Ein etwas anderes Szenario könnte sich bei der Produktion eines kurzen Fomates mit anschließender Ausbelichtung auf Film ergeben. In diesem Fall wäre der Schnitt auf einem digitalen, nonlinearen HD System ideal. Dabei ist es wichtig, dass alle Metadaten zum Schnitt (Effektinformationen) auf das Onlinesystem übertragen werden. Dies wird mit Softimage|DS HD über die Auswertung der OMF Sequenz möglich sein.

Ablauf einer Filmabtastung
Beispiel 2: Endprodukt HD Master; Offline Schnitt Symphony/Media Composer, Online Schnitt auf Softimage DS HD

Zusammenfassung

Der ständige wachsende Bedarf nach immer mehr Programmen und Inhalt sorgt zugleich für Chancen und Herausforderungen in der TV Industrie. Wer diese für sich nutzen und in der Postproduktion wettbewerbsfähig bleiben will, dem bietet Avid mit Symphony/Media Composer Universal oder Universal Offline für MediaComposer ein leistungsfähiges System mit einem umfangreichen Funktionsspektrum. Avid´s Universal Editing und Mastering Technologie ermöglicht die effiziente Postproduktion von Programm in unterschiedlichen Formaten und Versionen ausgehend von einem 24p Original – sei es nun Film oder HDTV. Und mit Symphony/Media Composer Universal ist die Herstellung von PAL und NTSC Mastern in 4:3 und 16:9 inklusive, neben der Ausgabe von 24p EDLs für die
HD Onlinebearbeitung und bildgenauen Filmschnittlisten.

 
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