mediaprofis.net home
Hauptmenü
Home
Artikel | Tutorials
News & Newsletter
Über uns
Onlineshop
- - - - - - -
Home arrow Artikel | Tutorials arrow Video allgemein und deren Technik arrow Digitale Bandformate im Überblick
Digitale Bandformate im Überblick Drucken

Hier zeigen wir Ihnen die gebräuchlichsten digitalen Bandformate, in einer ungefähren Rangreihenfolge, begonnen (wie immer) mit den qualitativ Schlechtesten.

D2
Ursprünglich von der Firma Ampex entwickelt, wurde es dann später von Sony übernommen.
D2 muss nicht näher vorgestellt werden, da dieses System kaum mehr zu finden ist, da intern nur mit einem Composite Signal gearbeitet wird und bietet damit zusammen mit D3 die schlechteste Qualität im digitalen Sektor.

D3
Dieses wurde von der Firma Panasonic entwickelt und arbeitet intern ebenso wie D2 nur mit einem Composite Signal. D3 kann dabei von D5 Maschinen abgespielt werden.

DV
DV steht für Digital Video, wurde 1995 vorgestellt und ist ein Oberbegriff für verschiedene DV Standards.
Dabei beschreibt DV die Komprimierungsmethode für Videodaten, den Ton und das Bandsystem.
Die Aufnahme erfolgt mit Komponententechnik, mit einer reduzierten Chromabandbreite von 4:2:0 (PAL) und 8 Bit Quantisierung, die als YUV abgespeichert wird.
Dabei wird eine Motion-JPEG-ähnliche fixe Kompression verwendet, die das Signal auf 5:1 drückt.
Dadurch kommt eine Datenrate von 3,125 MByte/sec für das Video zustande, das sich aber durch Audio und Timecode auf 25 Mbit/sec (3,5 MByte/sec) erhöht.

Die Bildqualität ist dabei ausgesprochen gut und wird deshalb auch von vielen Profis in der Fernseh-Reportage eingesetzt.
Bei komplexerem Material treten dann aber doch sichtbare Artefakte auf, die speziell bei Bluebox-Aufnahmen dramatische Auswirkungen haben können.

Durch seinen geringen Ressourcenverbrauch hat dieses Format einen großen Platz im digitalen Videosektor eingenommen, da mit einem Firewireport und einem Standard-Computer das Video bearbeitet werden kann.
Ein weiterer Vorteil bei der Firewireübertragung ist, dass Bild, Ton und Timecode über dasselbe Kabel übertragen werden können und kein Verlust beim Ein- und Ausspielen entsteht, da das Material nur kopiert wird.

Die verschiedenen DV Formate:
Für Endkosumenten ist das miniDV-System gedacht, dass eine sehr kompakte Kassette bietet und deswegen in allen kleineren Geräten zum Einsatz kommt.


Für den Prosumer und Industriefilm gibt es dann das normale DV-Format, das sich durch eine größere Kassette und die dementsprechende längere Spielzeit unterscheidet. Die beiden Formate sind dabei untereinander kompatibel.

Das von der Firma Sony entwickelte DVCAM-Format wurde für Industrie-Videoproduktionen gedacht. Es tastet dabei genauso ab wie DV, hat aber eine höhere Bandgeschwindigkeit und Bandbreite (Trackbreite). Für den Newsbereich könnte die Möglichkeit, das Material in 4-facher Geschwindigkeit über Firewire zu überspielen, interessant sein.
DVCAM Maschinen sind dabei zu DV und miniDV kompatibel.

Die Firma Panasonic entwickelte mit einer Abtastrate von 4:1:1 das DVCPRO (D7) Format. Die Bandgeschwindigkeit liegt dabei höher als bei DV und erreicht fast Studioqualität.
Dieses Format ist sehr beliebt im News-Bereich, denn es bietet eine etwas bessere Technik als DV Maschinen (z.B. Audio).
DVCPRO hat ebenso wie DVCAM die Möglichkeit, in 4-facher Geschwindigkeit über Firewire zu überspielen und neueste Bandmaschinen sind dabei auch mit DV-kompatibel.


Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften der DV Formate:

 
miniDV
DV
DVCAM
DVCPRO
Hersteller
Canon, Sony, ...
Und viele weitere
Canon, Sony, ...
Und viele weitere
Sony
Panasonic, Hitachi
und Philips
Bandlaufzeit
80 min
270 min
50 bzw 180 min
63 bzw. 123 min
Kompressionrate
5:1
5:1
5:1
5:1
PAL Auflösung,
Abtastung
720 x 576
4:2:0
720 x 576
4:2:0
720 x 576
4:2:0
720 x 576
4:1:1
NTSC Auflösung,
Abtastung
720 x 480
4:1:1
720 x 480
4:1:1
720 x 480
4:1:1
720 x 480
4:1:1
Audio
2K 48kHz/16Bit
4K32kHz/12Bit
2K 48kHz/16Bit
4K32kHz/12Bit
2K 48kHz/16Bit
4K32kHz/12Bit
4 Kanäle
48kHz/16Bit
Geeignet für
Consumer
Consumer
Semiprofis,
Prosumer
Semiprofis,
Prosumer

Zusätzlich sehen einige Consumergeräte einen Longplaymode vor, um die Bandlaufzeit zu eröhen (mit damit einhergehendem Qualitätsverlust).

DVCPRO-P
Dieses Format ist für einige Spezialbereiche sicher von großem Interesse: Es zeichnet progressiv (P) auf und dies bei einer Abtastrate von 4:2:0 bei 60 Bildern (also leider derzeit nur NTSC). Durch die hohe Anzahl von Bildern kommt eine Datenrate von 50Mbit/sec zustande, bei einer etwas besseren Qualität als bei den 25Mbit/sec Formaten.

DVCPRO-50
DVCPRO gibt es auch in der 50Mbit/sec Variante, die eine verbesserte Bildqualität liefert, ansonsten aber dieselben Eigenschaften wie DVCPRO-25 besitzt. DVCPRO-50 tastet dabei aber mit 4:2:2 ab. Dabei ist DVCPRO deutlich besser als die analoge Beta SP Technik und ist deshalb im professionellen Bereich häufiger zu finden.

D9 – Digital-S
Digital-S zeichnet auf S-VHS Kassetten auf und wurde von der Firma JVC entwickelt (kann SVHS auch abspielen).
Als Aufzeichnungsmethode verwendet es eine 4:2:2 8 Bit Quantisierung und komprimiert die Daten ca. mit 3,3:1 (50Mbit/sec)
Digital-S bietet bei angenehmer Qualität ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, ist aber trotzdem sehr selten anzutreffen.

Betacam IMX (D10)
Dieses Format stammt ebenfalls von Sony und wie das SX Format, setzt es auf MPEG2 4:2:2 bei einer 50 Mbit/s Datenrate.
IMX nutzt dabei neben SDI auch die neue SDTI-Schnittstelle, um einen Datenaustausch in 4-facher Geschwindigkeit zu ermöglichen.
Es gibt dabei IMX Maschinen, die BETA SP, Digi Beta und SX Bänder wiedergeben und als IMX MPEG2 codieren können.
In Österreich wird dieses Format häufig gefunden, da der ORF (Broadcaster) sich für dieses System entschied und nun alle Zulieferer ebenfalls IMX einsetzen (müssen).

Betacam SX
Wurde ebenfalls von der Firma Sony ins Rennen geschickt und bietet bei einer Chromabandbreite von 4:2:2 mit einer 10:1 Videokompression, die im Gegensatz zu DV (DCT) mit MPEG2 komprimiert.
Das Beta SX Format kann dabei BETA SP Bänder abspielen und aufnehmen (abhängig von der Bandmaschine).

Das Beta SX Format ist dabei im professionellen Bereich angesiedelt und bietet eine STDI Schnittstelle um einen Datenaustausch in vierfacher Geschwindigkeit zu ermöglichen.

Digital Betacam
Dies ist der Standard von Sony im digitalen Bereich. Es wird in der 4:2:2-Komponententechnik bei 10 Bit Quantisierung aufgezeichnet und verwendet eine Zwischenfeldkompression, um die Daten auf etwa 2:1 zu reduzieren.
Dieses Format hat sich durch die geringe Kompression und der guten Technik als Standard durchgesetzt.
Manche Bandmaschinen können dabei Betacam SP Kassetten abspielen.

D1
D1 von der Firma Sony und BTS kann als eines der wenigen Systeme ein unkomprimiertes Signal aufzeichnen
Dies geschieht mit einer 8 bit Quantisierung bei 4:2:2 Chroma (bei manchen Geräten ist auch 4:4:4 möglich).
Dieses Format ist unter den „Standard“-PAL-Recordern einer der Besten, aber auch eine der teuersten.
Durch seinen hohen Preis findet man es nur bei den hochwertigsten Postproduktionen. Denn bei D1 entstehen fast keine Generationsverluste durch Kopien, bzw. bietet dieses Format auch die beste Qualität.

D5
Dieses wurde von der Firma Panasonic erfunden und ist das zweite unkomprimierte Format.
Es bietet eine 4:2:2 Komponenten-Auflösung bei 10 Bit Quantisierung
D5 benutzt dabei D3 Kassetten und kann diese auch wiedergeben. Der größte Vorteil dieses Typs ist aber die Möglichkeit, ein HDTV Signal in 4:1 aufzuzeichnen (HD-D5).
D5 ist qualitätsmäßig sogar noch ein bisschen besser als D1, und durch seinen hohen Preis ebenso wie D1 nur in den professionellsten Postproduktionen zu finden.

Wenn Sie diesen Artikel sehr aufmerksam gelesen haben, werden Sie sich vielleicht fragen, warum D4, D6 und D8 nicht vorgestellt wurden.

Bei D6 handelt es sich um ein HDTV System der Firma Philips und dies wird in einem eigenen HDTV-Artikel abgedeckt.
Das Format D4 und D8 wurde nie verwendet, z.B. da D4 in manchen Ländern eine Unglückszahl ist.

 
< zurück   weiter >
sitemap
© 2017 .: mediaprofis.net :. - Videolösungen - Videotechnik - Videosoftware
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.