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Datentransfer zwischen Mac und PC Drucken

Transfer von Daten zwischen Mac- und NT-basierenden Avid-Systemen
mit Avid-Systemen beschrieben (ist aber allgemein gültig)

Immer häufiger werden wir im Support mit der Frage konfrontiert, wie man Daten zwischen Mac- und NT-basierenden Systemen austauschen kann. In einer Artikelreihe wollen wir uns ausführlich mit dieser Fragestellung auseinandersetzen.

Die Vorbereitung

Muss im Verlauf eines Projekts ein Versions- oder Plattformwechsel vorgenommen werden, sollte man zunächst versuchen, folgende grundlegende Fragen zu beantworten:

  • Welche Avid Software-Version wird aktuell benutzt und welche Version hat das System, an dem die Arbeit fortgesetzt werden soll? Findet ein Plattformwechsel statt?
  • Was soll transferiert werden? Nur Projektdaten oder zusätzlich auch MediaFiles?
  • In welchen Punkten unterscheiden sich die Systeme in der Ausstattung? Sind zum Beispiel die 3D-Option oder die Filmoption vorhanden?

Nachfolgend ein paar Faustregeln

  • Bin- und Projektdaten sind in der Regel aufwärtskompatibel. Das bedeutet, dass man sie mit neueren Software-Versionen verwenden kann. Aber Achtung: bei "großen Sprüngen", wenn mehrere Software-Versionen übersprungen werden sollen (beispielsweise von 4.x-MediaLog Bins auf 8.x-Bins), können Zwischenschritte erforderlich sein.
  • Zwischen Studioboard-Systemen (ABVB-Systemen) ab Media Composer 7.1v2/7.2 (Xpress 2.1v2/2.2), Mac Meridien-Systemen ab 8.1 (Xpress 3.1) und allen aktuellen NT-Versionen, besteht Bin-Kompatibilität. Dies bedeutet, dass Bins in alle Richtungen zwischen den Systemen ausgetauscht werden können, sofern für den Bin-Namen keine Sonderzeichen wie "/" oder ":" verwendet werden.
  • Video-MediaFiles können nur zwischen Meridiensystemen ausgetauscht werden.
  • Sollen Audio-MediaFiles zwischen Mac- und NT-Systemen ausgetauscht werden, ist zu berücksichtigen, dass NT-Systeme keine SDII Audiofiles verstehen, sondern nur WAV und AIFC.

Im Collaboration Guide finden Sie detaillierte Informationen, welche Kompatibilität zwischen zwei Systemen besteht – können nur Bin- und Projektdaten ausgetauscht werden oder auch Audio- und Video-MediaFiles?

Geht es speziell um den Austausch von Sequenzinformationen, muss zusätzlich bedacht werden, ob alle Effekte, die an dem Ursprungssystem vorhanden waren, auch an dem neuen System zur Verfügung stehen. Kann ein Effekt vom Zielsystem nicht interpretiert werden, so wird ein leeres Effekticon in der Timeline dargestellt. Das passiert zum Beispiel, wenn 3D-Effekte verwendet wurden, das Zielsystem aber keine 3D-Effektoption besitzt.



Im Folgenden soll der Schwerpunkt darauf gesetzt werden, wie man Daten von einem NT-System auf ein Mac-System übertragen kann.

Austausch von Logdateien

Mit den MediaLog-Versionen 2.x steht wieder ein Avid-eigenes Logging-Tool auf der PC-Plattform zur Verfügung (ausführlich in der DIVA vom Dezember 1999). Da es sich meist um geringe Datenmengen handelt, ist hier eine Diskette als Transfermedium ausreichend. Macs sind (über die Kontrollfelder PC Exchange, DOS Mounter oder File Exchange) in der Lage, FAT-formatierte DOS-Disketten zu lesen (Vorsicht bei DD-Disketten, siehe DIVA März 1999). Man muss aber berücksichtigen, dass auch bei MediaLog die Kompatibilitätsregeln zwischen den einzelnen Software-Versionen gelten. Versucht man, eine Bin, die mit MediaLog 2.1 NT geloggt wurde, mit einem Media Composer 7.1 zu öffnen, so bekommt man die Fehlermeldung "Bad_Chunk" - die Bin kann nicht geöffnet werden. MediaLog bietet jedoch die Möglichkeit, die Versionsproblematik zu umgehen. Man markiert in MediaLog alle Clips einer Bin und exportiert diese als ALE-Datei (über File/Export).

Die ALE-Datei (Avid Log Exchange) kann dann über File/Import über den Dateityp "ShotLog" in das Zielsystem importiert werden.

Häufig sollen jedoch größere Datenmengen ausgetauscht werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Projekte mit bereits geschnittenen Sequenzen und dazugehörigen MediaFiles beim Plattformwechsel berücksichtigt werden müssen.

Import Fenster Media Composer

MediaLog Export Fenster

 

Projekt und MediaFiles über Festplatten mit Hilfe von MacOpener von NT- auf Mac-Systeme übertragen

Mit Hilfe von MacOpener ist es möglich, Mac-formatierte Festplatten an NT-Systemen zu benutzen. Dies gilt allerdings nur für ungestripte Festplatten. Dazu müssen die Daten, die auf das Mac-System übertragen werden sollen, auf die Mac-formatierte Platte kopiert werden. Bitte beachten Sie, dass das Digitalisieren und Wiedergeben von MediaFiles auf Mac-formatierten Festplatten an NT-Systemen von Avid nicht unterstützt wird. Auch die Projektdaten des aktuellen Projekts sollten stets auf einer Windows-formatierten Partition (FAT oder NTFS) abgelegt sein.

Besonders bei Video-MediaFiles mit hoher Auflösung muss bedacht werden, dass die Files auf der Mac-Seite gegebenenfalls auf ein Stripeset kopiert werden müssen, um ein einwandfreies Arbeiten zu ermöglichen. Dies ist selbstverständlich abhängig vom verwendeten Plattentyp. Hierbei gelten die jeweils aktuellen Striping-Tabellen.


Da die zuvor beschriebene Möglichkeit unter Umständen das mehrfache Umkopieren von Daten notwendig macht, stellt sich die Frage, ob es nicht weniger aufwendige Lösungen gibt?

Natürlich kann für den Datentransfer zum Mac-System auch ein vorhandenes Netzwerk genutzt werden. Im folgenden Beispiel gehen wir davon aus, dass das Sende-System (Symphony 2.1) und das Mac-Zielsystem (Media Composer 8.1.2), bereits in ein bestehendes NT-Netzwerk integriert sind. Um einen möglichst einfachen und effizienten Datentransfer zu erreichen, verwenden wir als Hilfsmittel das


AvidNet Transfer Tool

Über das AvidNet Transfer Tool können Files bequem über ein Netzwerk von einem System zum anderen geschickt werden. Dazu muss sowohl auf der NT-Sendeseite, als auch auf der Mac-Empfängerseite das Transfer Tool aktiv sein. In unseren Beispielen gehen wir auf der NT-Seite von AvidNet Version 3.5 und auf der Mac-Seite von Version 3.3 aus. Damit der Transfer funktioniert, muss auf der NT-Seite in dem Destination Tab für den Zielrechner eine Art "Telefonbucheintrag" mit dem entsprechenden Namen und der IP-Adresse angelegt werden.

Auf der Mac-Seite müssen darüber hinaus die beiden folgenden Einstellungen vorgenommen werden: Im Kontrollfeld "File Sharing" muss unter "Gerätename" ein Name für den Rechner eingetragen werden und im Kontrollfeld "TCP/IP" wählt man unter "Bearbeiten" den Benutzermodus "Erweiterte Funktionen" oder "Administratorfunktionen", bestätigt mit OK und deaktiviert anschließend unten rechts unter "Optionen" die Option "Nur bei Bedarf laden", so dass TCP/IP immer geladen wird. Anschließend müssen am Zielsystem in AvidNet Transfer Tool noch die Empfangsoptionen gesetzt werden – das heißt, ob Datentransfers generell akzeptiert, nur nach Bestätigung angenommen oder immer abgewiesen werden.

Zusätzlich kann ein Zielvolumen bestimmt werden. Beim Starten des Transfer Tools erzeugt dieses automatisch auf dem Media-Laufwerk mit dem meisten freien Speicherplatz zwei Ordner - einen mit den Namen "MediaInbox" und einen mit dem Namen "MediaOutbox". Es kann aber auch jederzeit ein anderes Laufwerk für den Transfer in den Optionen eingestellt werden, auf dem dann ebenfalls die beiden Ordner angelegt werden.

Transfer Tool Eingabefenster für Zielrechner

Einen besonderen Vorteil bietet die AvidNet Transfer Tool-Option, damit können Teile eines Projektes direkt aus der Benutzeroberfläche der Avid-Schnittsoftware an das Zielsystem geschickt werden. Dazu wird der Clip bzw. die Sequenz (oder mehrere über Shift-Klick) markiert und dann im Bin-Menü der Befehl "Send Selected Clips" ausgewählt. Die Transfer Tool-Oberfläche erscheint darauf hin im Vordergrund und das Fenster zum Auswählen des Zielrechners wird eingeblendet. Hier kann auch festgelegt werden, ob Sequenz/Clip und zugehörige Media Files (Option "Full") oder nur Sequenz/Clip (Option "Without Media") transferiert werden.

Transfer Fenster des NT Transfer Tools

Ist auf der Empfängerseite neben dem Transfer Tool auch die Avid-Schnittsoftware aktiv, wird der gesendete Clip bzw. die gesendete Sequenz automatisch im Inbox-Fenster des Transfer Tools angezeigt. Durch einen Doppelklick darauf, erscheint dieser Clip bzw. die Sequenz in einer neuen Bin, die genauso heißt, wie der transferierte Clip.

Florian Tegen, Bettina Kienast, Wolfram Hedewig, Fabian Hoffmann

 

Wußten Sie schon, dass...

... man Platten im LVD MediaDock über die LVD Manager Software runterfahren muß, bevor man sie aus dem angeschalteten Dock entfernen darf. Außerdem müssen an Mac Systemen vor dem Runterfahren der Platten die Partitionen auf Finderebene abgemeldet werden.

... man nur feststellen kann, ob man Service Pack 6 oder 6a installiert hat, indem man unter Start/Run den Befehl winver.exe eingibt.

... man verhindern kann im Title Tool die Systemschriften zu sehen, in dem man im Font Ordner im Menü unter View/Options im True Type Tab die Option "show only True Type fonts in the programs on my computer" anwählen kann.

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Von Avid.de zur Verfügung gestellter DIVA Auszug

 
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