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Media File Management mit Avid Drucken

MediaFile Management

Häufig steht man als AVID-Anwender vor dem Problem, daß das aktuelle Projekt vom Kunden noch nicht abgenommen wurde, aber bereits ein neues Projekt begonnen werden muß. Der Festplattenplatz wird knapp.
Also bleibt kein anderer Weg:
Medienfiles müssen gelöscht werden. Dies möchte man/frau nun natürlich möglichst elegant, schnell und trotzdem sicher tun.

 

WICHTIGE SCHRITTE

- Projektplanung
- Festplattenpflege und Backup
- Selektives Löschen im Mediatool
- Selektives Löschen in Bins
- Löschen und „batch digitize”
- Konsolideren von Clips
- Konsolidieren von Sequenzen
Zum Beginn eines jeden Projektes gehört die Analyse des benötigten Speicherplatzes. Zuerst muß genau festgestellt werden, wieviel Rohmaterial bearbeitet werden soll.
Zur Ermittlung des dafür benötigten Festplatten-Bestandes nimmt man den Avid-Storage-Calculator zur Hand. Dieses nützliche kleine Programm wird mit dem Media Composer-Programm im Ordner Avid Goodies installiert.
Wenn es trotzdem nicht vorhanden ist, holen Sie es vom Avid BBS (Mailbox) oder von der Internet-Seite.
Der Avid Storage-Calculator (Version 1.1) kann auf jedem Macintosh Rechner verwendet werden.

 

PROJEKT ORGANISATION

Wurden den Projekten getrennte Verzeichnisse zugewiesen?
Wurden Bins nach inhaltlichen und schnittechnischen Gesichtspunkten angeordnet?
Legen Sie pro Film-Rolle eine Bin an! Legen Sie Titel und Effekte in getrennte Bins!
Wurde in verschiedenen Projekten gleiches Rohmaterial benutzt?
Haben Sie die gleichen Clips in verschiedenen Sequenzen benutzt?
Um eine Übersicht zu erhalten, sollten Sie sich zuerst vergewissern, auf welchen Festplatten die von Ihnen benutzten Clips liegen.

 

conso bin
Schalten Sie die Bin-Darstellung in den Text-Modus. Anschließend wählen Sie als Bin-Einstellung „Statistics“ oder aktivieren Sie im „Bin-Menü” „Headings” und wählen Sie die Spalten „Disk” und „Offline“ an.

Liegen Ihre Clips in verschiedenen Bins, so sollten nacheinander alle Bins kontrolliert werden.
Wählen Sie im Bin-Menü „Bin-View” und kreuzen Sie „Sources” und „Effects” an. Stellen Sie sicher, daß Sie alle Elemente Ihres Projektes sehen können.

 

collaps binWählen Sie nun die Sequenz an, so daß diese vom System rot markiert (gehilitet) wird. Wählen Sie nun im Bin-Menü die Funktion „Select Media Relatives” aus.

MenueNun werden die Clips, Subclips, Subsequencen und Effekte angezeigt, die in der Sequenz benutzt wurden.
Auch im Media Tool können Sie Clips suchen, markieren und löschen. Das Media Tool kann jedoch keine Subclips anzeigen. Der Menübefehl für das Media Tool findet sich im unteren Teil des Tools-Menü.

MenueEine weitere Möglichkeit, die verwendeten Files zu erkennen, ist die Auswahl „Select Unreferenced Clips” aus dem Bin-Menü.
Beachten Sie, daß nur die Referen-zen in geöffneten Bins angezeigt werden! Das System stellt dazu eine deutliche Warnmeldung dar, die Sie mit o.k. quittieren müssen.

 

Haben Sie Clips bzw. Medienfiles in anderen Projekten benutzt, so werden diese Referenzen in diesem Fall nicht angezeigt. Wenn Sie nun aufgrund der Auswahl von Unreferenced Clips löschen, könnten unerwünschterweise Clips entfernt werden, die Sie noch benötigen. Dieses Verfahren erfordert eine gute Übersicht. Es ist deshalb nur bei kleineren Projekten sinnvoll.

Alternativ zum o.g. Vorgehen wählt man „Select Sources” an und kehrt anschließend die Auswahl um, (Befehl „Reverse selection”) dann löscht man durch Druck auf die Backspace-Taste. In der darauffolgenden Auswahlmaske gibt man dem System an, was es löschen soll: Medienfiles, Sequenzen, Subclips, Clips oder Beides. Auch hier gilt die genannte Vorsichts-Regel.
Ein „batch digitize” der Arbeits-Sequenz kommt in Frage, wenn alle Bänder zum Einlesen zur Verfügung stehen. Achten Sie darauf, daß nur das erforderliche Material aufgenommen wird.
Wenn aus einer langen Einstellung nur wenige Sekunden Material benutzt wurden, sollten die Clips/Sequenzen konsolidiert werden. Dazu ist möglichst viel freier Festplatten-Platz erforderlich. Am Besten ist es, wenn man eine ganze Partition oder Festplatte dafür benutzen kann. War man vorher beim Einlesen mit dem Festplattenplatz nicht haushälterisch, rächt sich das nun. Aufwendige Lösch- und Verschiebe-Aktionen sind die Folge. Nicht selten geschieht es dabei, daß Medienfiles unbeabsichtigt gelöscht werden.
Die „Wiederbeschaffung” von gelöschten Medienfiles ist nicht im-mer möglich. Daher ist für Medien-files von nicht timecodefähigen Zu-
spielern ein Backup erforderlich.

BACKUP

Wurden alle überflüssigen alten Schnittversionen gelöscht? Stellen Sie vorher eine Sicherung der Projektdaten auf Disketten her! Wenn die Bins bereits so groß sind, daß eine einzelne Bin nicht mehr auf eine Diskette paßt, dann kaufen Sie ein Zip-Laufwerk (Kapazität 100MB pro Medium ; ca. 299,— DM)
Aus Erfahrung rate ich Ihnen davon ab, Bins oder Projekte beim Sichern zu komprimieren. Noch besser ist es, große Bins in kleinere Bins zu unterteilen.

ARBEITSSPEICHER

Sie gehen damit auch dem Problem aus dem Weg, daß eine Bin sich am nächsten Morgen nicht mehr öffnen läßt, weil der Arbeitsspeicher des Rechners nicht mehr ausreicht. Wir empfehlen, den Arbeitsspeicher (RAM) möglichst auf 120...200MB aufzurüsten. Diese Speicherausstattung sorgt dafür, daß bei großen Projekten die Arbeitsgeschwindigkeit des Media Composers nicht nachläßt.
Prüfen Sie die Zahl der Media Ob-jects. Wenn diese Zahl größer als 120.000 ist, so sollten Sie auch mehr als 120.000 KB an Arbeitsspeicher haben.

Die Zahl der Media Objects wird durch die Anzahl der Medienfiles auf den angeschlossenen Festplatten, die geöffneten Bins und die darin enthaltenen Objekte, die Zahl der Backups im ATTIC-Ordner und durch die Zahl der unsichtbaren Grafikobjekte in Bins, Projekt-, Composer- und Timeline-Fenster beeinflusst. Zahlen von 450.000 ... 700.000 Media Objects sind keine Seltenheit.

Tatsächlich läßt die Arbeitsgeschwindigkeit des Media Composers bei solchen Größenordnungen deutlich nach.

BALLAST ABWERFEN

Der ATTIC-Ordner (im Ordner Media Composer) wird umbenannt. Beim nächsten Start legt der Media Composer automatisch einen neuen, leeren ATTIC-Ordner an. Ihre früheren Backups befinden sich im umbenannten ATTIC-Ordner in Sicherheit.
Schalten Sie Festplatten, die nicht benötigt werden, ab. Konsolidieren Sie dringend benötigte Medienfiles auf eine Festplatte.
Um Projekte leichter verwalten zu können, sollte für jedes Projekt ein exakt gekennzeichneter Ordner angelegt werden. In den Ordner „Composer Projects” wird jeweils nur das gerade bearbeitete Projekt gelegt.

Werfen Sie während des Einlesens von neuem Material einen Blick auf die Anzeige des noch freien Festplatten-Platzes.
Das Hardware-Tool zeigt ihnen während des Digitalisiervorganges die Partitionen, auf die der Media-Composer gerade zugreift als belegt an. Genauer als das Hardware Tool ist die Anzeige des Finders. Die Zahl „...MB frei” soll und darf nicht unter die Größe von 10MB fallen. Bei einem Füllungsgrad von mehr als 95% leidet die Performance des Gesamtsystems.

Häufige Fehlermeldungen, die auf ungenügendes Speichermanagement zurückzuführen sind:
- unable to read database...
- this disk is full...
Verzeichnisfehler auf den Festplat-ten haben eine ähnliche Wirkung.
In diesen Fällen ist der Norton Disk Doktor (Version 3.2.1...3.5.1) das richtige Werkzeug. (Symmantec)

Sollte Ihnen beim Rendern von Effekten eine volle Platte vorgegaukelt werden, so schließen Sie für einen Moment alle nicht erforderlichen Bins. Kontrollieren Sie die Rendersettings und die Speicherauslastung! Gelegentlich hilft es auch, die Arbeitsbin in ein neues Projekt zu holen, um das Rendern ohne Problem durchzuführen.

Das sicherste Verfahren zum Auslagern von Medienfiles ist das Konsolidieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
1) Konsolidieren von Sequenzen
2) Konsolidieren von Master-Clips/Subclips
3) Konsolidieren von Titeln / gerenderten Effekten

Beim Konsolidieren einer Sequenz werden neue Clips und neue Medien-files von den Elementen der Sequenz erzeugt Diese werden mit .new01 gekennzeichnet. Die neuen Clips werden wahlweise mit der bestehenden Sequenz verbunden (relinkt) oder die Sequenz behält ihre Verbindung zu den alten Clips. Eine gleichzeitige Verbindung zu alten und neuen Clips ist unlogisch und daher nicht möglich.
Nach dem Auswählen des Befehls Consolidate fragt der Media Composer nach der gewünschten Handle-Länge. Sofern Sie überlange Blenden erzeugt haben, müssen diese entweder bei der Eingabe der Handle-Length (Blendenfleisch) berücksichtigt werden, oder die Blenden werden später neu gesetzt.


Achten Sie darauf, daß Titel und Effekte unter Umständen nicht automatisch mit konsolidiert werden. Kontrollieren Sie in jedem Fall nach dem Konsolidieren, ob alle Clips, Subclips und Effekte online sind.

Wenn ein Batch Digitize durchge-führt werden soll, etwa um Medienfiles der Sequenz in einer höheren Auflösungsstufe zu digitalisieren, so stellen Sie mit Befehlstaste+D ein Duplikat der Sequenz her. Dieses Duplikat erhält automatisch den Zusatz .Copy 01.
Im Unterschied zu einem Clone ist das Duplikat eigenständig. Sie kön-nen diese Sequenz umbenennen, ohne daß die Ursprungssequenz automatisch den Namen übernimmt.
Hinweis: Clones entstehen, wenn Sie mit der Alt-Taste Clips oder Sequenzen in eine andere Bin „hineinkopieren”. Clones können nicht in der gleichen Bin erzeugt werden in der das Ursprungsfile liegt, Duplikate jedoch schon.

Da eine duplizierte Sequenz von ihrer Ausgangs-Sequenz unabhängig ist, kann so beim Batch Digitize das Duplikat mit den neuen Medienfiles verbunden werden, während die alte Sequenz ihren Link zu den alten Files behält. Dies ist wichtig um gleichzeitig mehrere Schnittversionen im Zugriff zu haben, auch wenn duplizierte Teile in anderen AVR-Auflösungsstufen nachdigitalisiert werden.
Wenden Sie nun auf das Duplikat der Sequenz den Befehl „Decompose” aus dem Clip-Menü an, werden alle Clips offline geschaltet.

 

VERSCHIEBE AKTIONEN

Um gezielt einzelne Medienfiles zu sichern oder zu löschen kann man auch auf Finder-Ebene mit den Me-dienfiles arbeiten. Das Problem ist die kryptische Darstellung der Medienfile-Namen.
Wenn Sie sich MediaMover von Tony Black holen, haben Sie damit kein Problem. MediaMover durchsucht die Festplatten und schiebt alle zu einem Projekt/ einer Sequenz gehörigen Medienfiles in einen entsprechend benannten Ordner. Nun müssen Sie Ihrer Backup-Software nur noch sagen, daß Sie diesen Ordner sichern soll.
MediaMover ist Shareware und kostet ca. 75$.

Mit Hilfe des Consolen-Befehls „Renamemediafiles” können die Namen in eine lesbare Form überführt werden. Dieser Befehl ist nur für den Notfall gedacht. Es könnte in seltenen Fällen zu Problemen mit dem Inhaltsverzeichnis der Fest-platte kommen.

Eine sinnvolle Bennenung der Medienfiles erhält man aber auch nur dann, wenn man sich beim Eindigitalisieren die Mühe gemacht hat, die Projekt-, Band-, Clipnamen eindeutig zu vergeben.


Ansonsten sind alle Namen zwar geändert, aber trotzdem nicht voneinander zu unterscheiden.
Beachten Sie bitte, daß „gelockte” Medienfiles nicht geändert, umbenannt oder gelöscht werden können! Es ist daher sehr günstig, diejenigen Files, die von mehreren Anwendern für alle Projekte gemeinsam genutzt werden
a) in eine entsprechend gekennzeichnete Bin zu legen
b) zu locken
c) ein unabhängiges Backup der Projekt- und Medienfiles anzulegen

Gelockt werden Clips, indem sie in der Bin angewählt (gehilitet) werden und anschließend aus dem Clip-Menü der Befehl Lock Bin-Selection angewählt wird.

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Reinhard Kutzner

Von Avid.de zur Verfügung gestellter DIVA Auszug

 
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