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Pegelung der Avid Audiohardware Drucken
Die Kalibrierung der Avid Audiohardware ist bei einem ausgelieferten Avid System bereits abgeschlossen. Die individuelle Pegelung kann nicht standardisiert werden, da es weltweit zu viele Pegeldefinitionen und zu viele verschiedene Headrooms gibt.

Vor einer Neuinstallation sollten Sie Fragen, die den Headroom betreffen, kurz mit Avid direkt bzw. mit Ihrem zuständigen Avid Händler klären.
Beispielsweise wird in den USA mit einem Headroom von 14 dB und einem Bezugspegel von +4 dBU gearbeitet. In Deutschland dagegen ist der Headroom meist 9 dB und der Bezugspegel +6 dB, allgemein als Funkhauspegel bezeichnet.

2-Kanal Meridien Audio Board


Der Headroom ist notwendig, damit ein Signal mit Überpegel beim Digitalisieren nicht ins digitale Clipping gerät. Dieses Clipping ist akustisch sehr unangenehm und wird unter keinen Umständen toleriert werden.

Wenn Sie ein analoges Band zum Eindigitalisieren erhalten, ist häufig die Audiopegelung nicht unter 0 dB Funkhauspegel. Vor allem perkussive Geräusche lassen den Pegel kurzzeitig über die 0 dB Marke ansteigen, ohne dass es auf der Aussteuerungsanzeige der Bandmaschine sichtbar wird. Diese Anzeigen arbeiten meist nicht als Peakmeter, sondern mitteln den Pegel über eine gewisse Zeit, das heißt, dass die eigentlichen Spitzen nicht korrekt angezeigt werden. Ein angeschlossenes Peakmeter wird aber den genauen Spitzenwert anzeigen können. Und diese Spitzen werden durch den Headroom abgefangen.

8-Kanal Audio Interface



Zur Kalibrierung der Avid Audiohardware wird folgendermaßen vorgegangen:
Ein externes, analoges Peakmeter, auf Funkhauspegel kalibriert, wird mit den einzelnen Audioausgängen der Avid Hardware verbunden. Bei der "kleinen" Audiohardware (2-Kanal Meridien Audio Board, auch bekannt unter dem Codenamen "Condor") muss darauf geachtet werden, dass der Schalter auf der Rückseite auf +4 dB steht.

Im AudioTool (Apfel-1 bzw. Strg-1) wird zuerst im Menü "PH" der Headroom eingestellt: "Set Reference Level", -9 dB.
Bei älteren Softwareversionen muss noch im Menü "PH" der Pegelton ebenfalls auf -9 dB gestellt werden. In neueren Versionen geschieht dies automatisch in Verbindung mit dem Reference Level.
Diese dB-Angaben beziehen sich auf die linke Skala des AudioTools, also auf die digitale Skala. Die rechte Skala kann nach der Audiokalibrierung getrost als analoge Skala oder Funkhauspegelskala bezeichnet werden. Wenn nun im PH-Menü der Pegelton abgespielt wird, so generiert der "Avid" einen digitalen Pegelton mit -9 dB FullScale (fs), welcher an den Ausgängen anliegt.
Durch die Wahl des Reference Levels wird festgelegt, wie hoch der analoge Pegel ist: In unserem Fall 0 dB Funkhauspegel.
Danach werden die Pegelsteller (TRIM) an der Avid Audiohardware so kalibriert, dass auf dem externen, analogen Peakmeter 0 dB Funkhauspegel angezeigt wird. Kalibriert wird grundsätzlich mit 1 kHz und 0 dB Funkhauspegel.


Nachdem die Ausgänge kalibriert sind, werden die Eingänge kalibriert. Dazu wird die Anzeige des AudioTools von "O" wie Output auf "I" wie Input geschaltet. An die einzelnen Eingänge wird nun ein 1 kHz 0 dB Funkhauspegel aus einem externen Pegeltongenerator angelegt. Hier unterscheiden sich die "große" (8-Kanal) und die "kleine" (2-Kanal) Audiohardware: Die Eingänge der "großen" Hardware werden an der Hardware kalibriert (INPUT TRIM). In der "kleinen" Hardware muss der Mikrofonregler aus dem AudioTool zur Kalibrierung verwendet werden (Softwarekalibrierung).

Zum genauen Ablesen der Pegel im AudioTool kann im PH-Menü auf "Calibrate" umgeschalten werden. Hierdurch wird der Bereich um 0 dB Funkhauspegel über die ganze Skala gespreizt. Man muss es mit der Genauigkeit der Pegelung nicht übertreiben, denn es ist erwiesen, dass Pegelunterschiede von einem halben dB von den allermeisten Testpersonen nicht wahrgenommen werden können. Der Mikrofonregler der "kleinen" Audiohardware muss dazu ein Stück nach oben geschoben werden. Dies ist bedingt durch die verschiedenen Pegel- und Headroom-Normen, die nicht alle mit einer Einstellung gleich eingestellt werden können.

Nachdem Ihr System so kalibriert wurde, haben Sie ein transparentes System erzeugt:
Eingangs- und Ausgangspegel sind, soweit nicht mit Effekten manipuliert wurde, identisch.

Michael Merk

Von Avid.de zur Verfügung gestellter DIVA Auszug

 
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