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So funktioniert Midi Drucken

Wie funktioniert Midi

Midi steht für Musical Instrument Digital Interface. Die Aufteilung in Midi-In, Midi-Out und Midi-Thru hat nur den Grund, dass man mit herkömmlichen DIN-Überspielkabeln Midi-Signale transportieren kann. Die Pins 2,4 und 5 des fünfpoligen Steckverbinders werden benutzt. Passende Kabel erhalten Sie in jedem Musik-Fachgeschäft oder im Versandhandel.

Damit der Rechner Midi-Signale verstehen kann, benötigen Sie ein Midi-Interface. Der Yamaha-Mischer 03D verfügt über eine »To Host«-Schnittstelle. Diese wird mit einem der seriellen Ports des Rechners verbunden, das Midi-Interface ist im Yamaha-Mischer integriert. Andere Midi-Geräte können nun an die Midi-In und -Out-Buchsen des Yamaha-Mischers angeschlossen werden. Achten Sie auf Details: nicht jeder Mischer, der eine To Host-Schnittstelle hat, kann Volume-Controller-Daten senden!

Manche Midi-Interfaces werden mit Hilfe der OMS-Systemerweiterung (Open Music System) angesprochen. OMS ist jedoch nicht in Zusammenhang mit dem MediaComposer getestet. Die Midi-Norm schreibt Optokoppler zur Potentialtrennung vor, deshalb kann es keine Störungen durch Midi-Equipment geben. Damit die Schnittstellen-Signale sicher ankommen, hat man sich auf eine Stromschleifen-Übertragung geeinigt. Die Signale werden seriell übertragen, das Protokoll ähnelt der RS232. Das Midi-Datenwort ist 8 Bit breit, kann also 256 verschiedene Werte annehmen.

Controller

Mit Midi-Controllern kann man beinahe alles steuern was eine Midi-In-Buchse hat. Eine Midi-Faderbox, im Slang auch manchmal mit Midi-Mischer bezeichnet, kann verschiedene Controller-Werte auf die Midi-Leitung senden.

Der MediaComposer (ab SW-Version 7.0) verwendet ausschließlich den Controller #7, Lautstärke oder Volume genannt. Der MediaComposer kann diesen Controller #7 in der Sequenz als Audio-Keyframes aufzeichnen, wenn er von einem externen Midi-Gerät zugeführt wird. Ein Aussenden der aufgezeichneten Controllerwerte ist nicht möglich. Die Wiedergabe erfolgt durch die interne DSP-Audio-Hardware. Details werden im MediaComposer Handbuch Seite 11-19 bzw. in der Online-Hilfe beschrieben.

Midi-Verkabelung

 

Belegung der Midi Schnittstelle

 

Eine Midi-Faderbox wird über zwei Midi-Kabel jeweils mit dem Midi-In und dem Midi-Out eines Midi-Interfaces verkabelt. Das Midi-Interface wird mit einem 8-poligen seriellen Kabel an den Drucker oder Modemport des Rechners angeschlossen und im Serial Ports Window des MediaComposers unter der Rubrik »Audio Faders« am entsprechenden Port angemeldet. Erfahrungsgemäß können mit einem hochwertigen seriellen Druckerkabel Entfernungen vom Rechner zum Midi-Interface von 5 Meter überbrückt werden. Die maximale Entfernung vom Midi-Interface zu den Midi-Geräten beträgt nach Midi-Spezifikation 15 Meter.

Um die Wirkung der Fader zu testen, wählen Sie Automation Gain aus dem Tools-Menü aus und klicken Sie mit gehaltener ALT-Taste den Hardware-Knopf im Automation-Gain-Fenster an. Der HW-Knopf wird nun in dunkelblauer Farbe dargestellt. Dieser Modus ist ausschließlich zum Test der Faderbox-Funktion gedacht. Wenn die sendende Faderbox aktiv ist, müssen sich die entsprechenden Schieberegler jetzt bewegen! Die blauen Indikatorlichter neben den Track-Feldern im Automation-Gain-Fenster müssen leuchten.

 

Automation Gain Menue

 

Troubleshooting

Wenn die Indikatorlichter nicht aufleuchten (grau bleiben) wurde entweder das Midi-Interface oder die Faderbox nicht erkannt. Wenn die Indikatorlichter aufleuchten und sich die Software-Fader dennoch nicht bewegen, obwohl der HW-Knopf blau geschaltet ist, so wurde sowohl Midi-Interface und die Faderbox erkannt, die Faderbox sendet möglicherweise aber (noch) keine Daten. Prüfen Sie, in welcher Betriebsart die Faderbox sich befindet!

Filter AutomationGain In/Out

Der Filter Automation Gain-Befehl reduziert bei jedem Aufruf die Volume-Controller-Daten um ca. 10%. Dieser Befehl kann mehrfach angewendet werden. Der Befehl Filter Automation Gain In/Out ist im Hamburger-Aufklappmenü (fast menu) des Automation Gain-Fensters zu finden (rechts oben!). Hier findet sich auch der Befehl »Remove Automation Gain In/Out«

Das Hamburger-(Pop-up)-Menü kann ausgegraut sein, wenn mehrere Spuren in der Sequenz vorhanden und aktiv angewählt, jedoch nicht über die Gang-Funktion miteinander verkoppelt sind.

Springen der Lautstärke am Einstartpunkt

Solange Sie nach dem Einschalten des MediaComposers und dem Aufruf des Automation Gain-Fensters keinen Fader bewegen, behält die Automation Gain des MediaComposers den in der Sequenz vorhandenen Wert bei.

Beim Einstarten der Automation Gain, z. B in Verbindung mit audio-punch-in oder record on the fly wird die Stellung der Fader vom MediaComposer nicht automatisch übernommen. Man muß während des prerolls die Regler an der Midi-Faderbox bewegen und so dafür sorgen, daß die Lautstärkewerte von 0 dB (default) den gewünschten Wert (z.B. -oo) erreichen. Dies kann aber auch zu unerwünschten Lautstärkesprüngen führen.

Workaround: Ziehen Sie in der Sequenz die Lautstärke des gesamten Clips auf Null. Nun können Sie nur noch über Automation Gain die Lautstärke regeln, aber Sie erhalten einen konsistenten Lautstärkeverlauf. Automation Gain überschreibt die Keyframes in der Sequenz. Sofern Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, können die Aktionen mit »Undo« rückgängig gemacht werden.

Reinhard Kutzner

Von Avid.de zur Verfügung gestellter DIVA Auszug

 
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