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Gute Videos in der Winterzeit Drucken

Tipps zu Kamera und Zubehör


Es ist wieder soweit: Winterzeit & Weihnachtszeit. Sie haben sich einen Camcorder angeschafft und möchten ihn über die Feiertage endlich ausprobieren. Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, möglichst gute Aufnahmen zu erstellen.

Die Mehrheit der Camcorder ist mittlerweile intuitiv bedienbar. Auf jeden Fall sollten Sie aber einen Blick in die Anleitung werfen und sich mit den grundlegenden Funktionen vertraut machen, denn diese müssen Sie später blind beherrschen.

Die automatischen Betriebsarten
Automatikprogrammen Sie arbeiten möchten, wenn Ihnen ein manuelle Betrieb am Anfang noch zu schwierig erscheint. Ich weise allerdings darauf hin, daß den Automatikprogrammen, obwohl diese inzwischen sehr ausgefeilt sind, die "Intelligenz" fehlt, um manuelle Einstellungen ganz zu ersetzen. Mit Automatikeinstellung vorgenommene Videofilme sind immer "normal", und liefern niemals ein besonderes Bild. Aber als Anfänger gibt man sich damit schon zufrieden.

Der richtige Weißabgleich
Der Weißabgleich ist eine der schwersten Aufgaben beim manuellen Betrieb. Selbst Profis haben teilweise Schwierigkeiten. Es gibt zwei Arten, den Weißpegel abzugleichen:

Der automatische Weißabgleich
Wie verhalten sich der automatische Weißabgleich oder die Voreinstellungen für Tages- und Kunstlicht? Womöglich rot- oder blaustichig? Wenn Sie mit dem Automatik - Abgleich zufrieden sind, lassen Sie die Automatik arbeiten und widmen sich mehr den anderen Einstellungen an Ihrer Kamera.

Der manuelle Weißabgleich
Sollte Ihr Camcorder über eine manuelle Einstellungsmöglichkeit verfügen und Sie sich dafür entscheiden beachten Sie vor jeder neuen Aufnahme den Wert. Ein falscher Weißabgleich - weil er vergessen wurde - kann das ganze Bild ruinieren. Am besten vor jeder neuen Aufnahme nachsehen und ggf. einen neues Wert einstellen. Speziell bei starken Änderungen der Lichtbedingung (Wechsel von Kerzenlicht zu Tageslicht etc.) können sonst gravierende Auswirkungen auf das Bild haben.

Wenn sich die Lichtsituation nicht ändert, ist es am besten, den Weißabgleich festzustellen. Dazu halten Sie ein weißes Blatt Papier vor die Kamera und betätigen Sie dann die Feststelltaste für den Weißabgleich. (Es darf dabei nur das Weiß im Sucher zu sehen sein.) Falls Sie einen Farbsucher, ein Display oder einen angeschlossenen Monitor haben, können Sie das Ergebnis sofort beurteilen, bei einer S/W - Bildanzeige leider nicht. Falls Sie die Möglichkeit haben sollten, die Einstellungen auf einem TV - Gerät zu überprüfen, so nutzen Sie diese unbedingt aus. Besonders wichtig: Das Papier muß immer von dem Licht bestrahlt werden, in dem nachher gedreht wird. Es nutzt also nicht, den Weißabgleich im dunklen Eßzimmer zu erledigen, wenn Sie danach die Deckenbeleuchtung einschalten.

Weißabgleich bei Außenaufnahmen im Schnee - Ideal !
Da der Schnee schon weiß ist, können Sie hier auf das Papierblatt verzichten. Einfach den hellen Schnee als weiße Fläche nehmen. Achten Sie nur darauf, daß keine Verschmutzungen in der verwendeten "Musterfläche" vorhanden sind, also keine Erde, oder Schlamm neben einer Straße. Im Schnee dürfte aber auch jedes Automatikprogramm gut zurecht kommen.

Weißabgleich bei Kerzenlicht - Etwas für Könner !
Kerzenlicht ist eine der schwersten Lichtbedingungen. Im einfachsten Fall hilft die Aufhellung mit Videoscheinwerfern, wobei jedoch die Stimmung verloren geht. Und gerade um diese dreht es sich ja bei Weihnachtsaufnahmen. Des Festwert für Kunstlicht ist auf eine normale Glühbirne optimiert und würde im Falle von Kerzenschein Bilder mit deutlichem Gelbstich erzeugen. Ein automatischer Weißabgleich wird die Flamme der Kerze als hellsten Punkt erkennen und sie weiß setzen. Die Stimmung ist auch dahin. Abhilfe schafft die Verwendung eines farbigen Papiers. Damit wird bewußt ein Farbstich erzeugt, der jedoch den natürlich durch die Kerzen erzeugten Farbstich aufheben wird. Die Bilder werden nun in der Farbe am ehesten der "Realität" entsprechen. Verwenden Sie jedoch nur Pasteltöne. Bei Kerzenlicht benötigt man eine schwach blaue Fläche. Eine weitere, professionelle Möglichkeit, sind sog. CTB-Folien mit der Abstufung 1/8, ¼ und ½. Diese werden normalerweise verwendet, um das Licht von Kunstlichtlampen an Tageslicht anzugleichen. Sie sind in Geschäften für professionelle Licht- und Kameraausrüstung erhältlich. Diese Folien am besten auf ein weißes Blatt Papier anheften und dies als Fläche für den Weißabgleich verwenden.

Die Automatik - Blende arbeitet sehr zuverlässig. Es gibt sich jedoch ein kleines Problem. Wird der Bildausschnitt verändert (bspl. Schwenk) ändert sich auch die Belichtungssituation ein wenig. Die Automatik wird versuchen, dies auszugleichen und regelt nach. Dies sieht unnatürlich aus. Außerdem werden Wechselspiele zwischen Licht und Schatten, die Stimmungen erzeugen "vernichtet". Wenn sich das Objekt schnell bewegt, verwenden Sie am besten die Automatikblende. Unter diesen Bedingungen ist es fast unmöglich, schnell genug nachzustellen. Bei statischen unbewegten Motiven ist eine manuelle Blende vorteilhaft. Wenn Sie genügend Zeit haben, nehmen Sie die gewünschten Szenen mit verschiedenen Blenden auf. Beim Schnitt läßt sich dann diejenige Einstellung verwenden, die am besten gelungen ist.

Filmen bei Kerzenlicht
Filmen Sie bei wenig Licht oder bei Kerzenschein, so spielt die Lichtempfindlichkeit ihres Camcorders eine große Rolle. Bei Kerzenlicht wird die Automatik elektronisch "für mehr Licht sorgen", indem das Restlicht verstärkt wird. Dies führt zu hellen und griselnden Bildern, ist also nicht die Lösung für das Problem. Schalten Sie besser auf Manuell um und verwenden Sie die "Gain" - Schaltung der Kamera, sofern diese vorhanden ist. Bei Digitalkameras kann problemlos bis Gain 9 gearbeitet werden, ohne das das Bild zu sehr rauscht. Höhere Gainwerte sind nicht zu empfehlen. Durch ein höheres Gain, gewinnt man Blendenstufen und damit eine bessere Helligkeit des Bildes, ohne das die Stimmung verlorengeht. Stellen Sie auch die Blende selbst ein und suchen Sie die beste Kombination aus Blende und Gain, damit das Bild nicht rauscht und die Stimmung nicht verlorengeht. Wenn Sie "unter dem Weihnachtsbaum" drehen möchten, teilen Sie Ihre Aufnahmen am besten in zwei Klassen. Nehmen Sie erst alle Personen auf, die hell beleuchtet werden sollten (Gain / Blende / evtl. Zusatzlampen). Danach nehmen Sie Details auf, wie einzelne Kerzen oder Baumschmuck. Dies geschieht unter anderen Einstellungen, die sich hierfür optimal eignen. Beim Schneiden werden diese Bilder als "Insert" zwischen die Personenaufnahmen kombiniert und der Zuschauer erhält das Gefühl, die natürliche Lichtsituation zu erhalten.

Zusätzliche Lichtquellen – meistens die bessere Lösung
Handlampen sind eine billige und einfach zu handhabende Lösung. Diese haben in der Regel eine Lichtleistung von 10 - 30 Watt und sind ausreichen, um einen Bereich bis zu zwei Metern auszuleuchten. Dadurch wird der Bildausschnitt in die Enge gezwungen. Das Licht einer Handlampe überstrahlt aber oft die Bildmitte. Bei Film und Fernsehen wird dafür eine sogenannte Frostfolie vor das Licht gespannt. Bei Handlampen bis max. 50 Watt können Sie auch Butterbrotpapier hernehmen. Dieses schneiden Sie auf die passende Größe und bespannen damit die Leuchte. Dadurch wird das Licht zwar weniger aber dafür sehr weich. Bei der Papierlösung ist aber die Brandgefahr mit in Betracht zu ziehen, falls das Papier zu heißt wird. Benutzen Sie es auf keinen Fall bei stärkeren Lampen, denn die Hitzeentwicklung wäre zu groß. Am besten ist es, Sie besorgen sich ein Stück Frostfolie aus dem Profi-Zubehör. Diese sind feuerfest.

Professionelle Effekte durch Filter
Ist es Ihnen auch schon aufgefallen??? Im Fernsehen sieht man es oft. Punktförmige Lichtquellen strahlen einen Stern ab. Dies wird durch Gitter- oder Crossfilter erreicht, welche an der Kamera angeschraubt werden können. Diese Filter zerlegen die Lichtstrahlen und erzeugen die Sterne. Diese Filter gibt es mit 4x, 6x und 8x - Sterneffekt im Zubehörhandel zu kaufen. Besonders geeignet auch zur Aufnahme des Weihnachtsbaumes und Ihr Sternenmeer ist gesichert.

Ein scharfes Bild – Der Fokus
Sie benutzen die Automatik zum Scharfstellen (Fokussieren )? Dann kann sich ein Problem ergeben. Die Kamera mißt die Distanz (daraus wird die Schärfe errechnet) immer in der Mitte des Bildes. Beinhaltet das Bild aber viele Details, oder ist das Hauptmotiv seitlich platziert kann es dazu kommen, daß nicht der gewünschte Bildbereich scharfgestellt wird. Hier hilft nur eine manuelle Einstellung weiter. Je nach Camcorder geht dies anders. Komfortabel sind Schärferinge, die aber nur hochwertigere Kameras bieten. Konsultieren Sie am besten die Bedienungsanleitung. Beim manuellen Fokussieren gibt es aber einen Trick. Zoomen Sie zunächst so na wie möglich an das gewünschte Motiv heran und stellen Sie jetzt scharf. Danach zoomen Sie wieder auf die gewünschte Brennweite zurück. Das Bild wird schärfer, als wenn Sie gleich in Weitwinkelposition fokussieren. Probieren ist eine gute Übung. Machen Sie Testaufnahmen. Nach etwas Eingewöhnungszeit lernt man die "manuelle Schärfe" schnell bedienen.

Zwischenschnitte - wichtig für den Schnitt
Bitte denken Sie schon beim Filmen an den Schnitt. Und dazu benötigen Sie kleine Einstellungen, die als Zwischenschnitt "Insert" dienen können. Dies sind meistens Großaufnahmen (Eine Kerze, Baumschmuck, ein verschneiter Ast etc.) Hier können Sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Diese Insertschnitte können auch zum verkürzen von Zeitspannen im Film verwendet werden.

Die Behandlung des Akkus im Winter
Die normale Betriebstemperatur eines Akkus liegt bei 10° - 30° C. Bei niedrigen Temperaturen im Winter kann es also Probleme geben. Die Kapazität (und damit die Aufnahmezeit) der Akkus verkürzt sich - teilweise bis auf die Hälfte. Nehmen Sie also Ersatzakkus mit und halten Sie alle noch ungebrauchten Akkus warm, etwa unter der Jacke, oder im gepolsterten Videokoffer. Auch die Kamera und die Kassette kann Schwierigkeiten machen. Beim Wechsel von kalten an warme Orte und umgekehrt kann sich Kondenswasser bilden. Auf dem Objektiv, der Kopftrommel und der Videokassette. Deshalb ist es empfehlenswert, die Kamera erst an die neue Temperatur zu gewöhnen. Dies dauert etwa eine halbe Stunde. Halten Sie Ihr Gerät in der Videotasche und stellen Sie diese in die neue Umgebung und warten eine Weile ab. Die Kassette erst einsetzen, wenn sich die Kamera an die neue Temperatur gewöhnt hat. Im Falle von Kondenswasserwarnung sofort Kassette entnehmen, abschalten und einen Temperaturangleich machen. Die Hersteller geben eine Grenztemperatur von 0°C an. Kameras arbeiten auch unterhalb dieser Temperaturen. Jedoch trägt man dann selbst das Risiko. Auf jeden Fall sollte ein LCD - Display nicht benutzt werden, da die Kristalle einfrieren könne.

Von www.video-simon.de zur Verfügung gestellter Artikel

 
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