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Tipps für Hochzeitsvideos Drucken

Vorgehensweise und Zubehör

Sie haben die wichtige Aufgabe erhalten, die Hochzeit Ihres Freundes zu filmen?
Dann ist dazu jedoch weit mehr nötig, als einfach mit dem Camcorder auf\'s Brautpaar zu 'schauen'. Überlegen Sie zuerst, für wen das Video gemacht wird, nur für die Brautleute oder etwa für alle Gäste? Klären Sie unbedingt vorher ab, wo die Hochzeit stattfindet und wie gefeiert werden soll. Denn je nach Ort und Ablauf benötigen Sie unterschiedliches Equipment. So sind beispielsweise bei einer "Hochzeit im Garten" keine Scheinwerfer erforderlich, was aber in einem Lokal durchaus der Fall sein kann. Im Idealfall haben Sie nach einem Gespräch mit den Brautleuten den Ablauf soweit im Kopf, daß Sie eine "Drehskizze" mit Klärung der W-Fragen erstellen können. Als zweiten Schritt erkundigen Sie sich auf dem Standesamt und der Kirche nach einer Drehgenehmigung. Hier können Schwierigkeiten auftreten. Verzichten Sie im Zweifelsfall lieber auf das Stativ oder anderes Zubehör, auch wenn die Aufnahmen darunter leiden. Ein kleiner Hinweis im Video wird dies den Zuschauern erläutern. Sollten Sie keine Drehgenehmigung erhalten, versuchen Sie es mit normalen Fotos. Diese können später im Projekt übernommen werden. Auch hier darf eine Erklärung für den Zuschauer nicht fehlen, sonst versteht dieser nicht, warum der Ringtausch nur in Standbildern zu sehen ist. Das gleiche gilt nämlich auch für den Gottesdienst. Auf Scheinwerfer sollte in der Kirche verzichtet werden, denn mit modernen Digitalkamera sind ohne Zusatzlicht selbst in Kirchen gute Aufnahmen machbar.

Wenn all dies geklärt ist, kann es eigentlich losgehen. Als erstes steht sicher der Gottesdienst auf dem Drehplan. Das Standesamt wurde ja in der Regel schon einige Tage zu vor erledigt. Außerdem beziehe ich mich in diesem Artikel hauptsächlich auf das Drehen in der Kirche, jedoch werden Sie sich auf dem Standesamt ähnlich verhalten. Postieren Sie sich während der Kirchen-Zeremonie so, daß Sie das Paar schräg von vorne ins Bild bekommen. So stehen Sie folglich links oder rechts neben dem Altar und können gut mit dem Stativ arbeiten. Sicherheitshalber zeichnen Sie die ganze Trauung auf, beim Schnitt erfolgt dann die Kürzung auf das Wesentliche. So haben Sie jedoch genügend Material zur Auswahl. Sollten sich die Brautleute mit einem exotischen Gefährt fahren lassen, oder grundsätzlich die Aufnahme der Abfahrt wünschen, bedeutet dies - wenn Sie nicht zu Zweit arbeiten - nach dem Gottesdienstdreh vor dem Brautpaar wieder aus der Kirche zu sein. Bei meinem letzten Hochzeitsprojekt stoppte ich die Kameraaufnahme beim Einsetzen des Schlußorgelspiels, lies mein Stativ in der Kirche stehen und postierte mich mit Freihandkamera (Stabilisiersystem einschalten) auf der Kirchentreppe. So gelang mir eine Aufnahme des Brautpaares beim Verlassen der Kirche. Lassen Sie das Paar bei laufender Kamera aus dem Bild gehen. Nun joggte ich vor zum Gefährt und war mit der Freihandkamera rechtzeitig parat, um das Einsteigen und die Abfahrt zu filmen. Dadurch, daß das Paar zuvor aus der Kirche kommt, entsteht für den Zuschauer automatisch der Gedankengang "Kirche verlassen - kurzer Fußweg - Auto - Abfahrt".

Da weitere Feierlichkeiten (Lokal etc.) in der Regel erst nach einer Pause beginnen, bleibt noch Zeit, sein Equipment in der Kirche einzupacken und zum nächsten Drehort zu fahren. Wie Sie die dortigen Aufnahmen gestalten bleibt Ihrem Können und der Phantasie überlassen. Zum Schluß jedoch noch mal mit einigen Tips zurück zur Kirche:

  • Optimal ist ein Richtmikrofon zur Aufnahme des Tons. Diese vor Beginn des Gottesdienstes so nah und unauffällig wie möglich am Altar positionieren. Evtl. über dem Boden verlaufende Kabel mit Klebeband (Gaffa-Tape) befestigen.
  • Genügend Insertschnitte drehen. Das Publikum, speziell die Angehörigen sind hier wichtig. Diese Szenen können Sie während der Predigt oder des Orgelspiels drehen, da beides im Schnitt ohnehin gekürzt wird. Also macht es nichts, wenn hier etwas fehlt.
  • Zusätzliche Aufnahmen von Fensterbildern, Orgelpfeifen, Blumenschmuck etc. lassen sich relative zügig vor Beginn des Gottesdienstes erledigen. Sie dienen später zur weiteren Verkürzung und allgemeinen Auflockerung. Außerdem können sich Personen, die nicht direkt teilgenommen haben so ein besseres Bild der Kirche machen.
  • Schalten Sie die Tally-LED (Aufnahme-Kontrolldiode) der Kamera sofern möglich aus. So kann niemand erkennen, wann die tatsächlich filmen und man verhält sich natürlicher.
  • Fast selbstverständlich: Auf keinen Fall fehlen dürfen das Aufnehmen des Ringtausches, Segen, Ja-Wort und Trauspruch.

Von www.video-simon.de zur Verfügung gestellter Artikel

 
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