mediaprofis.net home
Hauptmenü
Home
Artikel | Tutorials
News & Newsletter
Über uns
Onlineshop
- - - - - - -
Home arrow Artikel | Tutorials arrow Video- Aufnahme/Dreh arrow Ideen zum besseren Hochzeitsvideo
Ideen zum besseren Hochzeitsvideo Drucken

Unter www.videoforum.de ergab sich neulich eine interessante Diskussion zum Thema Hochzeitvideos. Die unter den Mitgliedern eingebrachten Tips und Tricks für die praktische Umsetzung möchte ich kurz als Anregungen wiedergeben. Dieser Artikel soll keine komplette Abhandlung über Hochzeitvideos darstellen, sondern nur einige Ideen übermitteln, wenn Sie selbst sich dieser Aufgabe gegenüber stehen sehen.

Der Beginn des Videos
Sie wissen nicht, wie Sie das Video beginnen können, oder Ihre Auftraggeber wünschen Bilder über die Vorbereitungen. Eine sehr elegante Variante besteht darin, die Vorbereitungen der Hochzeitler zu filmen und daraus eine kleine Zusammenfassung zu schneiden, die später als Anfang des Videos dienen kann. Wenn Sie einen zweiten Kameramann zur Verfügung haben, kann dieser die Braut filmen, während Sie sich ihrem Zukünftigen widmen. Sollten Sie alleine arbeiten, wird die Sache etwas stressig. Da jedoch vermutlich der Bräutigam weniger Zeit zur Vorbereitung nutzt, kann theoretisch die Möglichkeit bestehen, erst den Bräutigam zu filmen und anschließend zur Braut zu fahren, wenn dies die Entfernungen zulassen. Alternativ kann man auch einen Angehörigen mit einem Camcorder ausstatten und ihn bitten, einige Aufnahmen zu erstellen. Da diese Aufnahmen vermutlich nicht so werden, als wenn man selber gefilmt hätte, sollte man den Assistenten zum Bräutigam abordnen, da von seiner Vorbereitung nachher weniger Bilder im Video verwendet werden. Im Kommentar läßt sich zusätzlich darauf hinweisen... "und hier der Zukünftige, beobachtet vom Kamerakind..."

Zum Schnitt der Vorbereitungen: Kurz, aber nicht zu kurz. Ich würde mich bei ungefähr 3-5 Minuten orientieren. Als gute Idee wird häufig ein Split-Screen genannt, links im Bild bereitet sich der Mann vor, in der rechten Hälfte die Frau. Als letzte Einstellung eignet sich eine Szene, in denen sich beide begegnen, etwa vor dem Standesamt oder der Kirche.

Alte Fotos aufgewertet
Häufig fällt der Wunsch nach Einarbeitung alter Fotos aus früheren Tagen der Hochzeitler. Dies ist ohne Problem umzusetzen, wenn man es nicht übertreibt. Von einem kleinen Kommentar unterlegt, eignen sich alte Aufnahmen (übrigens auch Video- oder Filmmaterial) optimal für ein Intro. Aufblende von Schwarz, alte Bilder und darüber den Vorspann legen "XYZ präsentiert "... "ein Video von".... "Die Hochzeit von....", noch einige alte Aufnahmen und dann geht's in die Vorbereitungen. Den Übergang kann man entweder mit einem Effekt gestalten, oder auch mit kleinen Tricks. Als Beispiel eignen sich Jahreszahlen in Bildschirmgröße, beginnen mit dem Geburtsjahr... man schneidet einfach hart von einer Jahreszahl auf die nächste. Die Schnitte immer kürzer werden lassen und am Schluß das Jahr der Hochzeit etwas länger stehen lassen. Aus der 0 von 200x eine schöne Zoom-Blende und man ist mitten in den Vorbereitungen...

Die Predigt
Die Verwendung der gesamten Predigt im Video wäre sicher langweilig. Es reicht ein kleiner Teil, oder vielleicht auch der komplette Verzicht. Was man nachher sehen will, ist der Einzug des Brautpaares mit Orgelmusik, die Angehörigen auf den Bänken, eigentliche Trauung mit Ringtausch, eventuelle Sondereinlagen, wie eine Darbietung des Gesangvereines, in dem die Braut Mitglied ist, am Schluß Auszug mit Musik. Ggf. bitte das Interesse an der Predigt mit dem Auftraggeber absprechen. Sollte diese nicht im Video benötigt werden, dann läßt sich die Zeit wunderbar für Insertschnitte ausnutzen, also Fensterbilder, Kerzen, Altarschmuck, Orgelpfeifen, und ganze wichtig: Die Angehörigen auf den Bänken. Letztere in Großaufnahmen. Wenn es möglich ist, sollte jeder einmal kurz zu sehen sein.

Wenn Ihnen zwei Kameras zur Verfügung stehen, würde ich eine auf der Empore postieren um so eine Übersichtstotale zu erhalten. Mit der zweiten steht man schräg neben dem Altar sehr gut. So lassen sich mit leichtem Tele vom Stativ Aufnahmen von den Angehörigen machen, aber auch das Geschehen am Altar nah einfangen. Vergessen Sie aber nach Abschluß der Aufnahmen nicht Ihr zweites Gerät auf der Empore. So etwas soll schon passiert sein. In Kirchen bitte den Beep-Ton der Kamera ausschalten, genau wie das rote Tally-Licht. Es muß niemand sehen oder hören, wann er aufgenommen wird, sonst wirkt ein Bild schnell unnatürlich. Nach Möglichkeit ein externes Mikrofon verwenden und dieses so nah wie möglich am Altar aufstellen. Auf die Optik und evtl. Stolperfallen durch Kabel ist aber zu achten.

Verschiedene Tipps
Für Hochzeiten - aber auch für viele andere Themen - sind einige grundlegende Dinge nicht oft genug zu nennen. Gerne wird in der Hektik etwas vergessen. (ist jedem schon mal passiert). Einmal bin ich ohne Kassette am Drehort gestanden und mußte schnell in den Supermarkt um die Ecke. Seitdem befinden sich immer mehrere Tapes in meinem Kamera-Koffer, denn man weiß nie, wie lange etwas geht. Außerdem gibt es Sicherheit, Reserve zu haben. Alle Akkus aufladen und auch mitnehmen! Informieren Sie sich beim Brautpaar oder bei einem Organisator über den genauen Ablauf des Tages. Nur so ist es möglich, alle wichtigen Punkte auch nachher im Video zu haben. Sie müssen mindestens 5 Minuten vorher wissen, daß gleich eine Ansprache gehalten wird, oder eine Überraschung für das Ehepaar in den Saal kommt. Werden Sie nicht informiert, ist es nachher auch nicht Ihre Schuld, wenn Sie etwas verpasst haben. Weisen Sie Ihren Auftraggeber darauf hin, wenn es nachher heißt "Warum ist das nicht zu sehen", dann können Sie die Schuld getrost auf ihn schieben. Besorgen Sie sich evtl. gespielte Musik im Original, so läßt sich später homogen schneiden, ohne Tonsprünge zu produzieren. Denken Sie jedoch bei gewerblichen Projekten unbedingt an das Thema GEMA. (das reimt sich sogar....) Von Tanzszenen zur Musik eines Entertainers hat man häufig auch nur Bruchstückton auf dem Tape. Hier hilft es, einige Lieder durchgehend aufzunehmen, also beispielsweise Lied 1 mit einer Totale vom Saal, Lied 2 mit bewegter Kamera mitten im Tanz, Lied 3 mit Blick auf den Entertainer.... u.sw. Das sorgt für durchgehenden Ton, in den man später Inserts setzen kann.

Steadicam und Fahraufnahmen
Es kann unheimlich interessant und genial aussehen, wenn Sie im Video auch einige Szenen der Autofahrt von der Kirche zum Festsaal zeigen. Ich stelle mir das immer so vor: Brautpaar geht auf das Auto zu, Schnitt, steigt ein, Schnitt, Auto fährt aus dem Bild, Schnitt, Fahraufnahme aus dem Auto, Schnitt, scheppernde Dosen, Schnitt, Auto von vorne, Schnitt, Brautpaar in Großaufnahme, Schnitt, Auto fährt aus dem Bild, Schnitt, vor dem Festsaal, Auto parkt, Brautpaar steigt aus und geht zur Tür, Schnitt, Tür von innen, Brautpaar betritt den Saal. So wäre sicherlich die Spielfilmlösung. Allerdings ist dies nur selten umzusetzen. Scheppernde Dosen kann man ja noch nachdrehen und das ein- und aussteigen ist auch kein Problem. Wenn Sie die Möglichkeit einer Steadicam haben, würde ich diese einsetzen und versuchen, einen Platz IM Brautwagen zu bekommen, beispielsweise auf dem Beifahrersitz. So läßt sich sehr viel Aufnehmen und durch die Steadicam werden die Aufnahmen ruhig und dynamisch, ohne Wackler. Worauf Sie dann verzichten müssen sind die Aufnahmen des vorbeifahrenden Wagens. Wollen Sie diese haben, dann können Sie nicht gleichzeitig im Wagen sitzen.... das Problem läßt sich leider nur mit einem zweiten Kameramann lösen.

Zur Endlänge
Die richtige Länge für ein Hochzeitvideo hängt von den Gegebenheiten und des Programms ab. Wenn viel passiert ist und man gute Aufnahmen hat, dann ist eine Länge von einer Stunde durchaus angebracht. Darüber hinaus würde ich nicht gehen, es gibt aber gegenteilige Meinungen. Für das normale Hochzeitsvideo, mit Vorbereitung, Kirche, Fahrt, Festsaal und einigen kleinen Punkten (Ansprache, Entertainer, Kuchen) reicht meiner Meinung nach eine Länge von 30-45 Minuten. Im Videoforum fanden sich aber auch Vertreter einer Zwei-Video-Lösung. Eine lange Version für das Brautpaar und eine "Highlight-Version" mit 15 Minuten zur Vorführung für Bekannte. Schlußendlich bleibt es Ihre Entscheidung... Ich wünsche Ihnen jedenfalls gutes Gelingen und auch ein wenig Spaß an der Arbeit.

Von www.video-simon.de zur Verfügung gestellter Artikel

 
< zurück   weiter >
sitemap
© 2017 .: mediaprofis.net :. - Videolösungen - Videotechnik - Videosoftware
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.