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Akkugürtel im Eigenbau Drucken

Mobile Power für Scheinwerfer und Kameras

Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von jeder Haftung für eventuelle Schäden jeglicher Art, hervorgerufen durch Nachbau und Einsatz des Akkus. Der Nachbau und die Anwendung erfolgt auf eigene Gefahr.

Materialliste

  • 2 6V-Bleiakkus mit jeweils 10Ah Kapazität
  • 1 Originalteil Sony DCP-77
  • 1 KFZ-Zigarettenanzünderbuchse
  • 1 KFZ-Sicherung 15 Ampere mit Sicherungshalter
  • 2 Meter belastbares Elektrokabel
  • 2 Stofftaschen in der Größe der Akkus
  • 1 stabilen Gürtel
  • 4 Steckmuffen für die Akkukontakte


Werkzeug

Lötkolben, Lötzinn, Seitenschneider, Tapetenmesser oder Abisolierzange, Klebeband, Zange

Aufgrund des bekannten Problems der schnellen Entladung der Original- NiCd Akkus entwarf ich einen Akkugürtel, der dieses Problem beseitigt und für lange Betriebszeiten fern ab von Steckdosen sorgt. Im konkreten Fall setzte ich als Bleiakkus Panasonic LC-RB0610PG ein. Diese sind robust und im Elektronikgroßhandel (Conrad/ELV) günstig zu erwerben. Der Aufbau ist von einem Akkugürtel für Handleuchten abgeleitet, der ebenfalls mit o.g. Akkus betrieben wird.

Nachbau
Beide Akkus werden in Serie geschaltet. Dazu schneidet man ein Stück Elektrokabel auf die benötigte Länge und verlötet jedes Ende mit einer Steckmuffe. Um die Serienschaltung zu erreichen, verbindet man den Plus-Pol (Phase) des einen mit dem Minus-Pol (Masse) des anderen. Es steht jetzt noch ein Plus- und ein Minus-Pol bereit, an dem 12V abgegriffen werden können.

Die Sony-Kameras benötigen 6V stabilisierte Gleichspannung. Die Stabilisierung wird durch eine Stromversorgung mit Akkus automatisch erreicht. Es klingt merkwürdig, warum zwei 6V Akkus zu einem 12V-Gürtel geschaltet werden. Jedoch ist hierbei das Gewicht zu beachten. Ein einzelner 6V-Akku ist schwierig am Körper zu tragen. Zwei 6V-Modelle mit jeweils 10 Ah sind vom Gewicht gesehen optimal zu tragen. Außerdem eignet sich dieser "Doppelakku" auch zur Versorgung von 12V-Akkuhandleuchten.

Um nun auf die Spannung von 6V zukommen benötigt man ein Autoboardnetz-Adapter aus dem Sony-Zubehörprogramm. Im Sony-Katalog Ausgabe 1991/92 fand sich auf Seite 36 unter der Artikelnummer DCP-77 ein solches Zubehörteil. Mittlerweile ist dieses jedoch so gut wie nicht mehr zu beschaffen. Eventuell hat man noch bei Spezialanbietern für Videozubehör Erfolg.

Dieser Auto-Adapter wandelt eine anliegende Spannung von 12V (wie Autobatterie) auf 6V. Der Anschluß erfolgt per Kontaktplatte am normalen Akku-Anschluß hinten an der Kamera.

Das übrige Elektrokabel benötigt man für die Verbindung zwischen Akkupolen und der Zigarettenanzüderbuchse. An der Buchse kann direkt gelötet werden, am anderen Ende des Kabels sind vorher die verbleibenden Steckmuffen anzulöten. In die Buchse paßt der Anschlußstecker des Sony - Adapters.

Zur Sicherheit empfiehlt sich der Einbau einer Sicherung, die bei einem Akku-Kurzschluß die Kamera abschaltet. Es genügt eine einfach KFZ-Sicherung mit 15 Ampere. Diese wird in die Phase zwischen Akku und Buchse eingesetzt. Dazu wird das Verbindungskabel aufgetrennt und die Sicherung mit einem passenden Sicherungshalter eingesetzt.

Die Akkus verpackt man in Stofftaschen der entsprechenden Größe und befestigt diese an einem stabilen Gürtel. Dies kann je nach Geschick mit verschiedenen Methoden erreicht werden, beispielsweise mit Stopfgarn, oder mit Kabelschellen.

Schaltskizzen:


Oben:
Schaltplan des Gürtelakkus

Unten:
Aufbau beim Ladevorgang mit Multimete


Laden des Akkugürtels
Die verwendeten Akkus dürfen nicht mit einem normalen KFZ - Ladegerät geladen werden. Man benötigt ein Spezialladegerät. Optimale Ergebnisse werden mit einem Voltcraft Unilader erreicht. Dieser ist bei Conrad Electronic unter der Bestellnummer 511510 zu erhalten. An den Unilader schließt man die Ladeautomatik Bestellnummer 250048 an, deren Klemmen an den Akkugürtel kommen.

Elektronisch begabte können den Ladevorgang zusätzlich zur Ladeautomatik mit einem Multimeter, eingestellt auf den Messbereich 20V = verfolgen. Die entsprechenden Verschaltung für den Ladevorgang zeigt die Skizze. Als Ladestrom wird am Unilader 1000 mA eingestellt. Die Ladeautomatik muß auf 12V stehen. Grundsätzlich kann der nötige Ladestrom immer als ein Zehntel der Akkukapazität angesehen werden.

Also: 10 Ah / 10 = 1A

Bei einem 5 Ah - Akku wäre der Ladestrom demnach 500 mA. Der Ladevorgang ist abgeschlossen, wenn das Multimeter eine Spannung von 13,8 V anzeigt. Dies gilt aber nur für 12V - Akkus, oder ein Kombinat wie das gegebene. Bei einzelnen 6V - Akkus wären 6,9 V als Ladeschlußspannung zu beachten. Prinzipiell kann der Akkugürtel auch aufgetrennt und die beiden Akkus getrennt geladen werden. Am Schaltungsaufbau ändert sich dadurch nichts, nur liegt die Ladeschlußspannung dann bei 6,9V, da es sich ja nun um einen 6V - Akku handelt. In der Praxis stellt das "verknüpfte" Laden jedoch keinen Nachteil da.

Wichtig: Das Ladegerät wird sehr heiß. Auf eine feuerfeste Unterlage ist zu achten.

Berechnung der Betriebszeit
Um die ungefähre Betriebszeit des angeschlossenen Verbrauchers zu ermitteln gilt die unten stehenden Formel. Bitte beachten Sie, daß die Kapazität von Akkus in Zusammenhang mit der Umgebungstemperatur steht. Kameras verbrauchen nicht konstant den in der Betriebsanleitung angegebenen Wert. Dieser schwankt ebenfalls je nach Temperatur und je nach eingesetzten Funktionen.

Einheiten: Ah ist die Akkukapazität
P ist die Stromaufnahme des Verbrauchers in Watt
U ist die Betriebsspannung in Volt
B Betriebszeit in Stunden

Formel: B = (Ah * 1h) / (P / U)

Beispiele: Eine 100W-Leuchte an 12 Volt, bei einer Akkukapazität von 10 Ah:
B = (10 Ah * 1h) / (100W / 12V) = 1,2 Stunden

Eine 4,5W - Kamera an 6 Volt bei gleicher Akkukapazität:
B = (10Ah * 1h) / (4,5W / 6V) = 13,3 Stunden

Von www.video-simon.de zur Verfügung gestellter Artikel

 
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