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Sinnvolles Aufnahmezubehör Drucken

Im Laufe der Jahre als Kameramann habe ich unterschiedlichstes Zubehör getestet und gekauft; das meiste brauchte ich dann aber plötzlich doch gar nicht mehr so dringend und habe es oft zu Hause gelassen. Aber einige wenige Dinge vergesse ich (fast) nie:

  • WindjammerWindjammer. Ein absolutes Muss schon bei leichtem Wind. Sogar bei Windstärken bis 8 (danach lässt sich keine Kamera mehr halten) waren keinerlei Windgeräusche zu hören. Der Sturm heult wie er heulen muss und steuert nicht mehr die Automatik zu.
  • Steadicam JR. Ich kaufte mir eine gebrauchte JR, justierte sie mir einmal ein und bis auf immer notwendige Kleinjustagen war sie stets sofort einsatzbereit. Die Bewegungen sind geschmeidig, die Kamera tut das, was ich will. Wichtig ist allerdings: Üben, üben, üben und die notwendige Kraft für längere Ausflüge antrainieren. Bei schon leichtem Wind ist aber auch die JR untauglich.
  • RichtmicroZusatzmikrofon. Ich benutze u.a. das Richtmikrofon (Sennheiser ME 80) relativ häufig. Gerade bei Aufnahmen draußen, wo ich gezielt ein bestimmtes Geräusch rauspicken muss, geht es nicht anders. Sind Gesprächs- und Interviewsituationen zu filmen, empfehlen sich Ansteckmikrofone.
  • SN-KopfStativ. Ja, eine leidige Sache. Aber bei wirklich wichtigen Aufnahmen kommt man nicht drumherum. Da ich ein schweres Stativ (Sachtler) nicht mitschleppen wollte, habe ich mir eine Manfrotto-Kombination angeschafft: Stativ 290B mit Kopf 128RC. Einmal in Ruhe sauber justiert sind die ca. 2kg doch immer noch ganz gut zu tragen. Und wer den Ärger mit verwackelten Teleaufnahmen kennt, der ist froh, das Stativ mitgenommen zu haben. Ein sauberer Pan oder Tilt (horizontales bzw. vertikales Schwenken) sind ohne Stativ nicht zu machen. Zusätzlich sollte man sich eine Einstell-Libelle kaufen, um das Stativ korrekt ausrichten zu können. Fehlen tut nur noch eine Start/Stop-Remote mit Zoommöglichkeit. Die gibt es mittlerweile aber auch zu günstigen Preisen von verschiedenen Herstellern.
  • steadybagSteadybag. Wenig bekanntes Hilfsmittel. Das ist eigentlich nur ein relativ schwerer Sack, den man auf fast alles legen oder an fast alles lehnen kann und auf den man dann die Kamera legt/presst. Mein Steadybag (Visual Departures Ltd., New York) ist mit speziellen Kügelchen gefüllt. Man kann ihn knicken, hauen, knuffen: Er tut immer das, was er soll. Jede Kamera von Foto bis Video, Teleskope und was auch immer liegen absolut ruhig auf ihm. Der Nachteil ist, dass man nicht immer in der richtigen Höhe eine entsprechende Auflagemöglichkeit hat. Auch lassen sich Schwenks nicht sauber durchführen. Um diese Möglichkeit mal für sich zu testen: Weicheres Säckchen mit Tonkügelchen (Seramis o.ä.), ggf. auch Sand füllen und ausprobieren.
  • WW-VorsatzWeitwinkelvorsatz. Viele Adapter -ganz besonders die ab x0,6- vignettieren, deshalb sind sie kaum zu gebrauchen. Ich habe mich für den WW-Adapter SQL Pro entschieden. Er verdoppelt den Weitwinkelbereich, vignettiert (fast) nicht. Wie bei allen anderen “billigen” Weitwinkeladaptern gilt auch hier: Er läßt sich nicht über den vollen Bereich ohne Verluste zoomen. In Tele-Stellung ist die Abbildung unschärfer, weshalb man den Vorsatz auch nur im WW-Bereich benutzen sollte. Mit seinem Verlängerungsfaktor von x 0,5 erreiche ich eine mit Kleinbild vergleichbare Brennweite von 24mm. Das dürfte für die meisten Innenaufnahmen genügen. Zusammen mit dem Staedicam-Stativ sind schöne wackelfreie Gehaufnahmen möglich. Achtung! Der Vorsatz gibt einen leichten Blaustich bei Gegenlichtaufnahmen. Überhaupt sollte man bei Gegenlicht auf eine peinlich saubere Vorderfläche achten: Die Automatik stellt sonst auf den Dreck scharf! Professionelle WW- Adapter gibt es von Century: Vollzoombar kosten die ab 600 Euro.
  • HeadlightAufsteckleuchte. Manchmal ist es einfach zu dunkel oder Gesichter sind im Gegenlicht kaum zu erkennen. Dann leistet ein Aufstecklicht mit möglichst auswechselbaren Halogenbirnchen beste Dienste. Ich benutze das Aufstecklicht Kobold CL 12 mit wahlweise auswechselbaren 20/30/50 oder 75W-Brennern, je nach Anwendungsfall. Ein ein-/ausklappbarer Tageslichtfilter rundet die Sache ab. Und wenn man will oder muss, kann man die Leuchtfläche auch noch fokussieren oder auf Weitwinkel stellen und das Lämpchen separat an einen Handgriff aufstecken. Dazu benötigt man dann noch eine 12V-Spannungsversorgung, die man sich aus einem Bleigelakku und Gürteltasche leicht selbst basteln kann.
  • FilterFilter. Bei extremer Helligkeit benutze ich einen drehbaren Grau-Verlaufsfilter von HAMA. Das Bild wirkt insgesamt harmonischer, das Blau satter. Am Meer und im Hochgebirge benutze ich einen C14-Filter UV 390 von HAMA. Das Bild scheint mir damit schärfer zu sein (was auch die Theorie sagt). Dunst ist gemildert. Für “satte” Aufnahmen am und im Wasser benutze ich dann ab und zu noch ein Pol-Filter. Überhaupt ist an spiegelnden Flächen ein Pol-Filter sehr zu empfehlen. Und das Himmelsblau kommt ohne ihn nicht so kolossal zur Geltung.

Von www.mwf-media.de zur Verfügung gestellter Artikel. (© 1999 - 2001 Pit Aretz)

 
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