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HD vs Film Farbreduktion und Bewegung Drucken


Farbreduktion

Der Farbraum der digitalen Kameras ist in den HD Standards SMPTE 274M und SMPTE 296M festgeschrieben und entspricht der ITU-R BT.709 Norm [1],[2]. Der Farbraum bezieht sich auf optoelektronische Systeme und gibt die Primärfarben sowie die Weißreferenz bei CIE D65 vor (vgl. Bild 1).



Bild 1 – Farbraum nach ITU-BT.709. 12polige Farbkorrektur arbeitet innerhalb dieser Standards

Die spektrale Charakteristik eines Filmträgers und eines CCD sind verschiedenartig. Zum Beispiel ist ein CCD in roten Bereichen weitaus empfindlicher als Film. Aufgrund der physikalisch ungleichen Bildaufnahmemedien ergeben sich im direkten Vergleich Unterschiede, und es ist es nicht möglich jede, Farbe auf beiden Medien gleich zu reproduzieren [4].
Das Ziel einer Produktion muss es also sein, eine dem jeweiligen „Look“ entsprechende Farbcharakteristik zu finden, um der Natur des inhaltlichen Themas zu entsprechen. Wie beim Film sollten so vor Beginn der Dreharbeiten kritische Aufnahmetests in Anlehnung an die späteren Bedingungen am Set gemacht und gespeichert werden. Im Unterschied zum Film kann der Kameramann am Camcorder dazu auf die Farbcharakteristik der Bilder Einfluss nehmen.
Dies geschieht einmal mit der Farbtemperaturanpassung bzw. deren Manipulation und zum anderen mit der Veränderung der Farben unabhängig von der Farbtemperatur – der Matrix. Auf der Grundlage verschiedener voreingestellter Farbmatrizen (SMPTE274M/296M; SMPTE240) können in der linear unabhängigen Matrix die unterschiedlichen Farbkoeffizienten (R-G; R-B; G-R; G-B; B-R; B-G) verändert werden.

Eine erweiterte Farbmanipulation mit der integrierten 12poligen Farbkorrektur erlaubt den Eingriff in die Farbwiedergabe einzelner Farben innerhalb dieses SMPTE/ITU Farbraumes. Diese können selektiv ausgewählt und im Farbton und in der Sättigung variiert werden. Bild 7– zeigt die Einteilung des 12poligen Farbkorrektors im Farbkreis. Die vordefinierte und die linear unabhängige Matrix lassen den Anwender mit der 12poligen Farbkorrektur schon vor der Produktion aktiv und gestalterisch in die Farbgestaltung eingreifen.

Bewegung
Die Bildrate 24p
Wie bereits zu Anfang erwähnt, sind 24 Bilder pro Sekunde keine Erfindung unserer Tage. Als erster Standard in der Geschichte des Bewegtbildes entstand er aufgrund des Kostendrucks und unter Ausnutzung der Augenträgheit. Neben der Aufnahme mit 24 Bildern pro Sekunde spielt auch die Aufnahme mit 25 Bildern pro Sekunde in Europa eine Rolle. Die beschriebenen High Definition Standards tragen dieser Aufzeichnungstechnik mit 24p und 25p Rechnung. Aufgrund der großen Bewegungsunschärfe sind 24p oder 25p Aufnahmen jedoch nicht geeignet zur Aufnahme von Sport- oder Nachrichtenereignissen.

Die Aufnahme der Bewegungen mit diesen Bildwiederholfrequenzen ist mehr bei Werbe-, Dokumentarfilm und „Feature Film“ zu finden und stellt neben einem Archivierungsstandard und der Grundlage zur Wiedergabe auch ein gestaltendes Mittel dar. Desweiteren wird er vom Zuschauer anders wahrgenommen als Bewegungen im elektronisch erzeugten Zeilensprungverfahren.
Erst mit der Entwicklung der progressiven CCDs ist eine Belichtung ähnlich des Films grundsätzlich möglich. Im 24p Modus der digitalen Kamera kann eine Verschlusszeit von 1/48 s eingestellt werden, was prinzipiell einer Umlaufblende von 180° in einer Filmkamera entspricht.

Dennoch wird die Bewegungsunschärfe von 24p einer digitale Kamera anders reproduziert, als die filmische Bewegungsunschärfe von 16mm oder 35mm Kameras. Dies hängt von der Belichtungsweise des Bildaufnehmers ab. So folgt die Belichtung des Films durch die Umlaufblende beim Ein- und Auslauf zeitlich betrachtet näherungsweise einem Sinusnulldurchgang. Als Folge werden bewegte Kanten im Bild mit weicheren Übergängen gezeigt als elektronische Bildaufnehmer mit gleicher Belichtungszeit und einer rechteckigen Ansteuerung. Die Aufnahmen einer CCD Kamera wirken daher etwas härter und können, so wie weichere Übergänge einer Filmkamera, eine Geschichte unterstreichen und somit als gestaltendes Element seine Stärke zeigen.


Die variable Bildrate
Stellt sich dem versierten Videotechniker zunächst die Frage, wozu eine variable Bildrate gut ist, kann der DoP nicht auf dieses Mittel verzichten. Die variable Bildrate gibt ihm ein bisher noch nicht in der Video- oder High Definition Umgebung gekanntes Gestaltungsmittel an die Hand – die Zeitlupen- und
Zeitrafferaufnahmen.
Vor der Aufzeichnung wird die Bildrate des Camcorders gewählt, so dass bei einer Wiedergabe von 24p die Aufnahmen mit einer Bildfrequenz kleiner als 24p als Zeitraffer und Aufnahmen mit mehr als 24p in Zeitlupe wiedergegeben werden.
Durch die variable Bildrate entstehen unterschiedliche Belichtungszeiten des CCD. Um gleiche Belichtungen bei Aufnahmen mit unterschiedlichen Bildraten zu erhalten, kann zum einen die Iris nachgeregelt oder, um die Schärfentiefe beizubehalten, mit dem variablen Shutter gearbeitet werden.

Quellen
[1] SMPTE Standard 274M-1998, Television – 1920x1080 Scanning and Analog and Parallel
Digital Interface for Multiple Picture Rates
[2] SMPTE Standard 296M-2001, Television – 1280x720 Progressive Image Sample Structure
performance of film and television camera lenses
[4] Technical Report on HD to Film Transfer; Makato Negishi; Toie Chemical Industry; IBC 2001

Von Panasonic zur Verfügung gestellter Artikelauszug.

 
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